Bereits nach den ersten Takten war klar: Dieser Abend wird kein gewöhnlicher Konzertabend. Am Freitag brachte die ABBA-Tribute-Show „One Night in Sweden“ den unverwechselbaren Sound der 70er- und 80er-Jahre ins nahezu ausverkaufte Sauerland-Theater – und verwandelte es für zwei Stunden in eine schwedische Disco voller Emotionen, Nostalgie und purem Lebensgefühl.

Vom ersten Moment an sprang der Funke auf das Publikum über. Linda Mikulec als Agnetha und Simone Kerchner in der Rolle der Anni-Frid überzeugten mit Stimmen, die dem Original verblüffend nahekommen. Mit Charme, Energie und sichtbarer Spielfreude forderten sie das Publikum immer wieder zum Mitmachen auf: Aufstehen, Mitsingen, Schunkeln, Discofox tanzen – selbst ein kurzer „Gesangsunterricht“ gehörte zum Programm. Besonders eindrucksvoll: Als „Agnetha“ bei „I Have a Dream“ Zeile für Zeile vorgab und der gesamte Saal den Refrain gemeinsam „zurück sang“, entstand ein Gänsehautmoment, der lange nachhallte.

Obdachlos

Noch bevor der erste Ton erklang, wurde deutlich, wie zeitlos die Musik von ABBA ist. Vor Konzertbeginn berichtete die 13-Jährige Lena, die gemeinsam mit ihrer Oma gekommen war: Die Eintrittskarte habe sie geschenkt bekommen, doch ihre Begeisterung wirkte alles andere als beiläufig. „Ich liebe ABBA“, sagte sie strahlend. „ich bin mit dieser Musik aufgewachsen!“ Ein Moment, der zeigte, dass diese Musik auch Jahrzehnte später nichts von ihrer Kraft verloren hat.