Die österreichischen Unternehmen Red Bull und Rauch wollen in Baruth/Mark ihre Produktion ausbauen und ein eigenes Dosen-Werk errichten. Sie hatten den Getränkeabfüller Urstromquelle gekauft. Umweltschützer befürchten eine zunehmende Wasserknappheit.

Die Grüne Liga Brandenburg gibt an, dass Red Bull und Rauch als neue Eigentümer auf eine Wasserentnahme von rund 2,5 Millionen Kubikmetern pro Jahr zurückgreifen könnten, die für die Belieferung der Urstromquelle genehmigt war. Sie warnt davor, dass das für die Herstellung von Mineralwasser genehmigte Trinkwasser nicht nur zur Produktion der Getränke, sondern auch von Dosen verwendet werden könnte.

„Das Wasserdargebot sollte von der Kommune schon bei der Bauleitplanung berücksichtigt werden“, sagte der Vorsitzende der Grünen Liga, Heinz-Herwig Mascher. „Es muss noch genug für die Bevölkerung da bleiben.“ Das müsse untersucht werden. Für die Produktion von Dosen wäre Trinkwasser „viel zu schade“, sagte er. Sein Verein sieht im Bebauungsplan zudem Defizite unter anderem beim Artenschutz und bei geplanten Ausgleichsmaßnahmen.