Wülfel. Die Gemeinde der Matthäikirche Wülfel sei klein, sagt Celina Beigel, setzt „klein“ aber sofort in Anführungszeichen. Sie habe sich absichtlich dafür entschieden. „Es ist nicht weniger wichtig, dass an diesem Ort kirchliches Leben stattfindet“, sagt sie.
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Beigel wird am Sonntag, 8. Februar, in einem festlichen Gottesdienst als neue Pastorin der Matthäikirche ordiniert. Die 31-Jährige ist damit die Nachfolgerin von Holger Schmidt, der seit 2021 Pfarrer sowohl in der Matthäikirche als auch in der Gnadenkirche zum Heiligen Kreuz war und nun komplett zur Gnadenkirche wechselt.
Andere Formen der Spiritualität
Beigel möchte neben dem klassischen sonntäglichen Gottesdienst auch andere Formen der Spiritualität erkunden, etwa eine Yoga-Andacht oder Bibelmeditation. „Ich möchte versuchen, das anzubieten, worauf ich Lust habe“, sagt Beigel. „Ich weiß natürlich nicht, ob das funktioniert.“ Verschiedene Formen von Spiritualität habe sie nach ihrem Gemeindevikariat an der Friedenskirche in Hannover in ihrem Sondervikariat in der Evangelischen Agentur kennengelernt. Die Agentur arbeitet gemeindeübergreifend an Ideen und Methoden kirchlicher Arbeit. „Es wird dort über Glauben nachgedacht in einer Form, wo es in den Gemeinden gar nicht die Kapazität gibt“, sagt Beigel. Die Agentur sei „eine Art Thinktank der Landeskirche“.
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„Ich möchte endlich ins Tun kommen“
Zur Beigels Ordination am 8. Februar gestaltet sie den liturgischen Ablauf mit, die stellvertretende Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer predigt und führt die Ordination durch. „Ich habe richtig Lust ins Tun zu kommen“, sagt Beigel. Unter anderem ist die Matthäikirche stark in der Seniorenarbeit aktiv, weil die ehemalige Diakonin Hilda Bode der Kirche Geld dafür hinterließ. Außerdem ist die Kirchengemeinde Trägerin einer nahegelegenen Kita. „Es soll niemand außer Acht gelassen werden“, sagt Beigel. „Mit jedem Personalwechsel ändert sich was. Was ich mir wünsche, ist, dass die Menschen, die der Gemeinde ein Zuhause gefunden haben, dieses auch behalten.“
Nervös wegen der neuen Aufgabe sei sie nicht. „Ich bin freudig aufgeregt“, sagt Beigel. „Ich vertraue auf das, was ich gelernt habe.“ Und wenn mal was nicht klappt? „Ich bin mir und den Menschen gegenüber ganz fehlerfreundlich.“
HAZ