Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russlands Parlamentschef fordert Einsatz von „Vergeltungswaffen“
Aktualisiert am 01.02.2026 – 10:17 UhrLesedauer: 30 Min.
Wjatscheslaw Wolodin (Archivbild): Der Sprecher der russischen Staatsduma fordert härtere Angriffe auf die Ukraine. (Quelle: IMAGO/Sergei Fadeichev/imago)
In Kiew sind Tausende Häuser ohne Strom. Russlands Parlamentschef will die Notlage in der Ukraine offenbar weiter verschärfen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Die Maßnahmen gegen eine unbefugte Nutzung des Satelliten-Internets Starlink durch Russland zeigen nach Angaben von Elon Musk Wirkung. „Es sieht so aus, als hätten die Schritte, die wir unternommen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen, funktioniert“, teilte der SpaceX-Chef auf der Plattform X mit. Die Ukraine hatte zuvor erklärt, gemeinsam mit dem US-Raumfahrtunternehmen daran zu arbeiten, dass Russland Starlink nicht mehr zur Steuerung von Drohnen nutzen kann.
Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergej Schoigu, ist zu Gesprächen mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi in China eingetroffen. Dabei soll es um die Sicherheitslage in der Region und weltweit gehen, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Sicherheitsrat. Der Besuch fällt in eine Zeit diplomatischer Bemühungen zur Beendigung des fast vierjährigen Krieges in der Ukraine.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, gezielt die Logistik und Verbindungen zwischen Städten und Gemeinden zu zerstören. In der vergangenen Woche habe das russische Militär mehr als 980 Angriffsdrohnen, fast 1.100 lenkbare Fliegerbomben und zwei Raketen gegen die Ukraine eingesetzt, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Dies zeige, wie wichtig der Schutz des Luftraums weiterhin sei.
Wjatscheslaw Wolodin, Sprecher der russischen Staatsduma, fordert den Einsatz stärkerer Waffen im Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. „Die Abgeordneten der Staatsduma bestehen auf dem Einsatz stärkerer Waffen – der ‚Vergeltungswaffen‘ – und auf der Erreichung der Ziele der speziellen militärischen Operation“, schrieb Wolodin am Freitag auf Telegram. Russland bezeichnet seinen Angriffskrieg als „spezielle Militäroperation“. Was genau Wolodin mit „Vergeltungswaffen“ meinte, erklärte er in der Mitteilung nicht.
Der Parlamentssprecher reagierte damit auf die Absage des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf den russischen Vorschlag über ein Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau. Selenskyj schaffe damit „bereits ab nächster Woche neue Probleme für die Ukrainer“, schrieb Wolodin. Die Aussage könnte auf eine neue Kampagne der Russen für Luftangriffe auf zivile Infrastruktur in der Ukraine hindeuten – zu einem Zeitpunkt, an dem der Winter das Land voraussichtlich besonders hart trifft.
