Fahrgäste in Teilen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern müssen sich neben Warnstreiks im Nahverkehr auch noch auf mögliche Folgen eines Warnstreiks im Regionalverkehr einstellen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) rief im Tarifstreit mit dem privaten Betreiber Regio Infra Nord-Ost (RIN) für Montag von 7.00 Uhr bis 9.30 Uhr zum Warnstreik auf, teilte die EVG mit.

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Das könne Folgen für den Regionalverkehr der Deutschen Bahn und der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG), für den Schülerverkehr – wegen der Brandenburger Winterferien nur in Mecklenburg-Vorpommern – und den Güterverkehr haben. Es ist die zweite Aktion nach einem Warnstreik am 15. Januar. Für Montag hat die Gewerkschaft Verdi bereits zu Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen.

Mögliche Folgen für Prignitz und Mecklenburgische Seenplatte

Möglicherweise sind nach Angaben eines EVG-Sprechers der Prignitz-Express (RE 6) der Deutschen Bahn und die RB 15 (Waren (Müritz) – Malchow – Plau am See) der ODEG vom Warnstreik betroffen. Folgen könnte es auch für die Regionalbahnen 16 (Neustrelitz-Mirow), 73 (Pritzwalk – Kyritz – Neustadt (Dosse)) und 74 (Pritzwalk – Meyenburg) von der Hanseatischen Eisenbahn (HANS) sowie für die RB 54 von der Niederbarnimer Eisenbahn (Löwenberg (Mark) – Rheinsberg (Mark)) geben.

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Die Gewerkschaft kritisierte, dass sich die Regio Infra Nord-Ost weigere, ein verbessertes Angebot vorzulegen. Die EVG verlangt für die Beschäftigten der RIN unter anderem eine Einkommenssteigerung um fünf Prozent, ein Plus von 150 Euro bei der Ausbildungsvergütung sowie höhere Schicht- und Bereitschaftszulagen. Der Arbeitgeber RIN nannte den Warnstreik Mitte Januar „überzogen und nicht verhältnismäßig“ und verwies darauf, dass er bis dahin vier verbesserte Angebote vorgelegt habe. (dpa)