Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat trilaterale Friedensgespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA verschoben. Die ursprünglich für diesen Sonntag geplanten Verhandlungen finden nun am 4. und 5. Februar in Abu Dhabi statt. Parallel verschärft sich die Lage: Russland hat seine Angriffe von Energie- auf Verkehrsinfrastruktur verlagert – mit tödlichen Folgen.
Selenskyj verkündete die Terminänderung auf X. «Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest: 4. und 5. Februar in Abu Dhabi», schrieb der Präsident. Die Verschiebung erfolgte nach einem Bericht seines Verhandlungsteams. Vergangenes Wochenende hatten sich Unterhändler aus Kiew und Moskau in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate erstmals seit langem wieder direkt getroffen.
US-Vermittlung zeigt erste Erfolge
Der US-Gesandte Steve Witkoff traf sich mit dem russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew. Witkoff beschrieb das Gespräch auf X als «konstruktives» und betonte, «dass Russland sich für den Frieden in der Ukraine einsetzt». US-Präsident Donald Trump hatte Moskau zuvor aufgefordert, Angriffe auf Energieanlagen zu unterlassen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte zu, bis zu diesem Sonntag darauf zu verzichten.
Mindestens zwei Tote bei Drohnenangriffen
Doch statt Energie greift Russland nun Verkehrswege an. In Dnipro starben mindestens zwei Menschen bei massiven Drohnenangriffen in der Nacht. Ein Mann und eine Frau kamen ums Leben, ein Haus wurde zerstört, zwei weitere Gebäude beschädigt. Militärgouverneur Olexander Hanscha bestätigte die Opferzahlen.