Veröffentlicht am 1. Februar 2026, 12:57
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Mit der Aktion „Gemälde-Harakiri“ will Karin Kuttner-Jandl gegen die Auflösung der Kärntner Kulturabteilung protestieren.
Mit der Aktion „Gemälde-Harakiri“ will Karin Kuttner-Jandl gegen die Auflösung der Kärntner Kulturabteilung protestieren.
Gerüchte um eine Reform der Kärntner Kulturabteilung sorgen aktuell für Aufruhr: Kulturinitiativen protestieren gegen eine mögliche Degradierung, eine Villacher Künstlerin zerstört aus Protest sogar ihre eigenen Werke.
Noch ist nix fix, doch der Aufschrei in der Kunstszene ist bereits groß. Nach über zwei Jahren Planung einer neuen Kulturstrategie für Kärnten wird nun spekuliert, dass die Kulturabteilung des Landes in ihrer jetzigen Form aufgelöst werden könnte. Medienberichten zufolge steht im Raum, die bislang eigenständige Abteilung im Zuge einer Strukturreform zu einer Unterabteilung umzufunktionieren. Dagegen protestierten bislang bereits das Kärntner Kulturgremium in einem offenen Brief, den auch die Interessensgemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten | Koroška unterstützt.
Gemälde-Harakiri als Protest
Eine Villacher Künstlerin greift zu drastischeren Maßnahmen: Mit der Protestaktion „Gemälde-Harakiri“, bei der sie ihre eigenen Gemälde zerstört, appelliert Karen Kuttner-Jandl aus St. Ulrich an die Kärntner Landespolitik, die Abteilung 14 „Kunst und Kultur“ als eigenständige Abteilung zu erhalten. „Es ist aktuell so, dass uns Künstlern nicht nur allein von der KI das Hackl ins Kreuz gehaut wird“, erklärt die Künstlerin, die unter anderem ein Promille aller Villacher unter dem Projektnamen „Viel lacher“ porträtierte. Die Tochter des 2023 verstorbenen Malers Horst Jandl setzt damit ein klares Zeichen.

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Karin Kuttner-Jandl greift zu drastischen Protestmaßnahmen.