Als Gerd Breitfeld 1993 seine HIV-Diagnose erhält, gilt sie als Todesurteil. Seine Geschichte erzählt von Angst, Schweigen, Hoffnung – und einem langen Weg aus dem Stigma.

Es ist ein kalter Februartag im Jahr 1993, als dem Stuttgarter Gerd Breitfeld von einer Sekunde auf die andere der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Das Datum, der 18. Februar, ein Donnerstag, hat sich fest eingebrannt bei ihm. Im Gesundheitsamt erhält der damals 33-Jährige das Testergebnis: HIV-positiv. „Damit hatte ich absolut nicht gerechnet“, erinnert er sich, „es war ein Schock.“