Rockenhausen. Am 28. Januar wurde an der IGS Rockenhausen in bewährter Zusammenarbeit mit der AIDS-Hilfe Kaiserslautern in der Jahrgangsstufe 8 das Projekt „Aufklärung macht Schule“ durchgeführt. Das Projekt wurde von der Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz und dem Förderverein der Schule finanziell unterstützt, so dass für die Schüler und Schülerinnen keine Kosten entstanden.

Über das Internet und soziale Medien haben Jugendliche Zugang zu vielfältigen Informationen zum Thema Aufklärung und Sexualität. Diese müssen jedoch oft kritisch hinterfragt und gefiltert werden. Sonst entsteht ein falsches oder unrealistisches Bild von Sexualität.

Der Workshop bot hier die Möglichkeit verlässliche Informationen zu erhalten. Während einer 90-minütigen Einheit wurden die Themen Sexualität, Verhütung, sexuell übertragbare Infektionen sowie HIV und AIDS angesprochen. Die Schüler und Schülerinnen konnten in einem geschützten Rahmen Fragen stellen. Die ein oder andere falsche Vorstellung – z.B. zum Gebrauch von Kondomen – wurde korrigiert und der Inhalt mancher Videos um wichtige Informationen ergänzt.

Das HI-Virus, das für AIDS (= das Erworbene Immunschwäche Syndrom) verantwortlich ist, befällt in unserem Körper Zellen, die unsere Immunabwehr organisieren. Unbehandelt kann sich der Körper dann immer weniger gegen Krankheitserreger wehren und wird anfälliger für alle Arten von Infektionen.

Übertragen wird das HI-Virus durch Körperflüssigkeiten wie z.B. Blut oder Sperma. Damit gehört AIDS zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Kondome schützen effektiv – wenn sie denn richtig angewendet werden. AIDS ist zwar nicht die häufigste sexuell übertragbare Krankheit (HPV, Herpes Genitalis und Clamydien sind häufiger), aber AIDS ist nach wie vor nicht heilbar.

Inzwischen gibt es Medikamente, die es Infizierten ermöglichen jahrzehntelang relativ beschwerdefrei mit dem HI-Virus zu leben. Auch können die Medikamente verhindern, dass eine infizierte Person das HI-Virus überträgt, eine Heilung ist aber immer noch nicht möglich. So ist es besser, wenn man sich gar nicht erst infiziert. Und im Falle einer Infektion muss man darum wissen, um auch andere schützen zu können.

Selbstverständlich kann ein 90minütiger Workshop nur einige Aspekte der o.g. Themen anreißen. Und auch im Biologie-Unterricht wird nicht jede Frage gestellt oder beantwortet. Hier bietet das Internet auch tolle Möglichkeiten, fachlich fundierte Informationen zu bekommen, wie z.B. auf den Internetseiten www.loveline.de oder www.liebesleben.de. red