
Die Obermayer-Awards zur Bewahrung jüdischer Geschichte werden am Sonntag im Jüdischen Museum Berlin verliehen. Eine der Preisträgerinnen ist Ellen Grünwald aus Eberswalde (Barnim). Sie recherchiert zur jüdischen Geschichte in ihrer Stadt und macht diese wieder sichtbar.
Geehrt wird auch der frühere Mitarbeiter der Berliner Senatskulturverwaltung Rainer Klemke. Er hat die Geschichts-App „Berlin History“ mitentwickelt, die unter anderem die Juden-Verfolgung während der NS-Zeit thematisiert.
Die Obermayer-Awards werden seit 2000 rund um den Holocaust-Gedenktag am 27. Januar vergeben. Ins Leben gerufen wurden sie von dem US-amerikanischen Chemiker und Unternehmer Arthur S. Obermayer (1931-2016).
Insgesamt acht Preisträger
Geehrt werden Menschen und Organisationen, die sich für jüdische Geschichte und gegen Hass und Antisemitismus engagieren. Dotiert waren sie zuletzt mit jeweils 1.000 Euro. In diesem Jahr werden vier Personen und eine Initiative geehrt. Drei weitere Preise gehen nach Bayern und Baden-Württemberg.
Ellen Grünwald aus Eberswalde engagiert sich bereits seit 2003 für die Erforschung und Bewahrung jüdischen Lebens. Während ihrer Recherchearbeit entstanden ein Gedenkbuch für die lokale jüdische Gemeinde sowie eine Datenbank, die Lebensdaten jüdischer Einwohner von Eberswalde dokumentiert.
Rainer Klemke, der 2019 bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, hat in seiner Zeit in der Berliner Kulturverwaltung auch an der Errichtung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas mitgewirkt. Seit einigen Jahren lebt er in Groß Schönebeck (Barnim) und hat dort ein Willkommensteam für Flüchtlinge initiiert.
Sendung: rbb|24, 01.02.2026, 17:06 Uhr