Werder Bremen sucht einen Nachfolger von Horst Steffen, der am Sonntagmorgen freigestellt wurde. Bei der Trainersuche soll der Fußball-Bundesligist aber bereits fortgeschritten sein, heißt es wenige Stunden später.
Werder Bremen drückt bei der Trainersuche offenbar aufs Gaspedal. Wie die „DeichStube“ berichtet, fahre die sportliche Leitung des Tabellen-15. zwar noch mehrgleisig und behalte mehrere Kandidaten im Blick, mittlerweile sollen aber zwei Favoriten schon ausgemacht worden sein. Mit beiden sollen nun intensive Gespräche geführt werden, heißt es. Konkrete Namen nannte das vereinsnahe Portal nicht.
Bereits nach der 0:2-Niederlage der Grün-Weißen gegen die TSG Hoffenheim sollen die Werder-Bosse hinter den Kulissen an einer Nachfolgeregelung gearbeitet haben. Dem Bericht zufolge plant man am Osterdeich, schon zu Wochenbeginn einen Nachfolger von Horst Steffen zu präsentieren.
Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz hatte am Sonntagmittag auf einer Pressekonferenz erste Details zur Trainersuche preisgegeben. Entschieden habe man sich demnach, auf eine externe Lösung zu setzen. Die die beiden bisherigen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß, die die Mannschaft interimistisch betreuen, spielen mittel- und langfristig in den Überlegungen also keine Rolle.
Fritz verriet außerdem, dass man mögliche Optionen bereits eingegrenzt habe: „Es ist nicht so, dass wir uns noch mit zehn Kandidaten beschäftigen. Wir haben den ein oder anderen Namen auf unserer Liste, mit dem wir uns beschäftigten.“
Eine Überlegung sei derweil, einen Übergangstrainer „bis zum Sommer“ zu verpflichten, der kurzfristig für die nötige Stabilität sorgt. „Und wir dann im Sommer schauen, welche Möglichkeiten sich ergeben.“
Magath trotz Angebot wohl kein Kandidat, Bericht über Ex-Union-Coach
Mit dem dreimaligen Meistertrainer Felix Magath hat sich unterdessen bereits ein erfahrener Coach selbst ins Spiel gebracht, im Interview mit RTL/ntv und sport.de sagte er: „Ich fühle mich immer noch einigermaßen fit. Nicht mehr so, wie vor 40 Jahren, aber trotzdem glaube ich, dass ich noch klar im Kopf bin. Von daher bin ich nicht abgeneigt.“ Und: „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich der Meinung bin, dass ich jedem Verein in der Bundesliga helfen kann.“
Wie die „DeichStube“ erfahren hat, kann hat der 72-Jährige jedoch keine Chancen auf ein Comeback bei Werder Bremen. Magath sei nicht unter den Favoriten der Werder-Bosse.
Video: Werder Bremen: Darum musste Steffen gehen
Nach Angaben von „Sportske Novosti“ zählt unterdessen der ehemalige Union-Berlin-Trainer Nenad Bjelica zu den Kandidaten. Was an dem Bericht dran ist, bleibt zunächst aber unklar: „Sportske Novosti“ listet mit Verweis auf deutsche Medien nämlich unter anderem auch Urs Fischer als Option auf, der Schweizer heuerte aber erst im Dezember bei Mainz 05 an. Angeblich weitere Kandidaten seien Thomas Reis (Samsunspor) und Enrico Maaßen (FC St. Gallen).
