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Das Nashorn ist vom Grünspitz an den Ort gezogen, wo sein Besitzer herkommt. © Marcus Schlaf
Was ist mit dem Nashorn vom Grünspitz passiert? Hallo hat sich auf Spurensuche begeben, wo das beliebte Münchner Maskottchen zu finden ist.
Obergiesing – Der Treff hat ein neues Gesicht bekommen. Was dem Grünspitz nun aber fehlt, ist das Nashorn. Die lebensgroße Metall-Skulptur prägte über zehn Jahre den Platz und war beliebtes Fotomotiv. „Neben dem allgegenwärtigen 1860er Löwen ist es fast ein Maskottchen Giesings geworden“, sagt Lars Jakobeit vom Stadtteilladen. Doch nach dem Umbau ist die Skulptur nicht wieder aufgestellt worden. Wo ist sie abgeblieben?
Hallo hat sich auf Spurensuche begeben. Lars Jakobeit steht in Kontakt mit dem Eigentümer des Nashorns. Er weiß, dass es während der Arbeiten im Münchner Umland untergebracht war, auf dem Grundstück eines Bekannten des Besitzers. Dies war jedoch nur ein Zwischenlager, wie Hallo nun vom Eigentümer Alexander Pfennig erfahren hat. Inzwischen ist das Nashorn nach Berlin umgezogen.
Beliebtes Maskottchen: Wo das Nashorn vom Grünspitz jetzt zu finden ist
Für die Umgestaltung des Grünspitz’ musste die Fläche freigemacht werden. Pfennig hatte lange nach einem geeigneten Ort für sein Nashorn gesucht. „Der Kerl wiegt mehr als eine halbe Tonne“, meint der gebürtige Berliner, der seit 2010 in Giesing wohnt.
Die Skulptur hatte er dem Händler abgekauft, der früher am Grünspitz Autos verkaufte. Als dieser sein Geschäft auflöste und Green City die Fläche übernahm, durfte das beeindruckende Rhinozeros bleiben.
Das Nashorn ist nach Berlin, in die Heimat seines Besitzers Alexander Pfennig gezogen. © privat
Im Lauf der Zeit ist Rufus, wie Pfennig ihn nennt, vor Ort immer wieder beschädigt worden, „weil Leute darauf herumgeklettert sind“. Auch Wind und Wetter haben dem Tier zugesetzt. „Immer wieder musste ich es reparieren lassen und regelmäßig den Rost entfernen. Das ging ganz schön ins Geld.“ Er hatte das Nashorn als Leihgabe gestiftet. „Alle haben sich gefreut, dass es da war, aber auf den Kosten für Reinigung und Reparatur bin ich alleine sitzen geblieben. Daher war klar, jetzt ist Schluss.“
Eine Rückkehr von Rufus an den Grünspitz schließt Pfennig aus. Das bedeute neben Kosten auch Bürokratie. Nun steht das Nashorn auf einer privaten Fläche in Berlin und genießt seinen Ruhestand.
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