Der FC Bayern will den Vertragsverhandlungen mit seinem Leistungsträger Dayot Upamecano endlich ein Ende setzen. Offenbar bereitet man sich an der Säbener Straße inzwischen aber durchaus auch darauf vor, die Reißleine zu ziehen.
Wie „Sky“ berichtet, hat die sportliche Führung des FC Bayern um Max Eberl und Christoph Freund die Freigabe des Aufsichtsrats erhalten, das bereits an Dayot Upamecano übermittelte Vertragsangebot in den nächsten Tagen wieder zurückzuziehen.
Ein rigoroser Schritt, denn: Damit wären die lange andauernden Verhandlungen wohl endgültig gescheitert, der Innenverteidiger würde die Münchner zum Saisonende verlassen. Eine Ablösesumme würde der deutsche Rekordmeister aufgrund des auslaufenden Vertrags nicht kassieren.
Die Münchner Bosse hatten den Druck auf die Spielerseite in den vergangenen Tagen spürbar erhöht. „Natürlich ist es so, das ist auch völlig klar: Jetzt muss irgendwann eine Entscheidung her“, sagte Eberl am Samstag am Rande des Auswärtsspiels beim HSV (2:2) beim TV-Sender. Ehrenpräsident Uli Hoeneß legte am Sonntag nach.
FC Bayern will nicht länger verhandeln
„Ich weiß, dass er und seine Familie sich in München sehr wohlfühlen. Ich fürchte jedoch, dass seine Berater alles tun werden, um ihn aus München wegzulotsen“, knöpfte er sich im Gespräch mit dem „kicker“ die Entourage des Franzosen vor. Über das Verhalten der Spieleragenten sei er „entsetzt“, legte er nach.
Berichten zufolge liegt Upamecano inzwischen ein verbessertes Angebot vor, das sowohl ein Handgeld für die Vertragsunterschrift als auch eine Ausstiegsklausel enthält. Beides sollen Forderungen der Spielerseite sein. Zudem würde der FC Bayern ein üppiges Beraterhonorar bezahlen, was Hoeneß sauer aufstößt.
Klar dürfte inzwischen sein: Eine erneute Nachbesserung des Angebots wird es von Seiten des deutschen Rekordmeisters nicht mehr geben. Nimmt Upamecano derweil an, verdient er laut „Sky“ künftig 20 Millionen Euro brutto pro Jahr.