Vinzenz Geiger in Seefeld in Aktion

Stand: 01.02.2026 16:14 Uhr

Vinzenz Geiger hat den erneuten Triumph beim prestigeträchtigen Seefeld-Triple der Nordischen Kombinierer verpasst. Dennoch kann er auf eine gelungene Generalprobe vor den Olympischen Spielen blicken.

Der Oberstdorfer landete im abschließenden Gundersen-Wettkampf über 12,5 Kilometer auf Rang drei, nachdem er zum Ende des Rennens abreißen lassen musste. Im vergangenen Jahr hatte Geiger das Seefeld-Triple noch gewonnen, dieses Mal holte sich Jens Luraas Oftebro die begehrte Trophäe. Der Norweger gewann das letzte Rennen nach einer fantastischen Aufholjagd mit 3,7 Sekunden Vorsprung auf den Österreicher Stefan Rettenegger.

„Ich habe mich heute nicht ganz so gut gefühlt“, erklärte Geiger kurz darauf im ZDF-Interview. Am Vortag hatte er sich mit einem furiosen Finish noch den Sieg gesichert, gegen Oftebro fehlten ihm dann allerdings die entscheidenden Körner. „Als der Jens angezogen hat, konnte ich nicht mehr mithalten und bin es dann in Ruhe zu Ende gelaufen.“

Geiger: „Vorbereitung war perfekt für die Spiele“

Dennoch zeigte Geiger, der im Ziel 18,6 Sekunden Rückstand hatte, bei der Generalprobe vor den Olympischen Spielen, dass mit ihm auch in Cortina zu rechnen ist. Den Saisonstart hatte er aufgrund einer Knöchelverletzung verpasst, in Seefeld gelang ihm am Samstag dann der zweite Sieg in diesem Winter. Pünktlich vor dem Saisonhighlight stimmt die Form. In Cortina peilt der Gesamtweltcupsieger seine zweite Goldmedaille im Einzel an. „Ich denke, die Vorbereitung war perfekt für die Spiele“, blickte Geiger voraus.

Auch Bundestrainer Eric Frenzel, mit vier Erfolgen Rekordsieger beim Seefeld-Triple, war mit Geigers Vorstellung zufrieden. „Er hat alles gegeben. Die letzten Wochen waren anstrengend, da haben die entscheidenden Körner gefehlt. Mit dem dritten Platz kann man trotzdem zufrieden sein.“

Oftebro auf der letzten Runde zu stark

Schon vor dem abschließenden Langlauf über 12,5 Kilometer war klar, dass Geiger für den erneuten Tagessieg wieder eine Aufholjagd brauchen würde. Nach einem Sprung auf 97 Meter ging er als Dritter mit 48 Sekunden Rückstand auf den führenden Rettenegger an den Start. Nach der Hälfte des Rennens war der Rückstand auf die Spitze zunächst leicht angewachsen, zudem konnten die Verfolger um Oftebro aufschließen.

2,5 Kilometer vor dem Ziel trennte sich dann die Spreu vom Weizen, unter anderem musste auch der favorisierte Österreicher Johannes Lamparter abreißen lassen. Geiger war dagegen weiter mittendrin und hatte gemeinsam mit Oftebro den Rückstand auf 25 Sekunden eingeschmolzen. Das Duo zog das Tempo auf der letzten Runde noch einmal an – allen voran Oftebro. Geiger konnte da nicht mehr mithalten und fiel zurück. An der Spitze fing der laufstarke Norweger kurz darauf auch noch Rettenegger ein und schob sich auf den letzten Metern zum Sieg.

Auch Rydzek und Schmid in den Top 10

Die weiteren deutschen Kombinierer hatten schon nach dem Springen kaum noch Chancen auf eine Podestplatzierung. Zweitbester Athlet des deutschen Skiverbandes wurde Johannes Rydzek, der sich von Rang zehn noch auf Platz sieben verbessern konnte. Auch Julian Schmid machte noch einen guten Sprung nach vorne und schaffte es als Neunter in die Top 10. Wendelin Thannheimer (11.), Richard Stenzel (15.) und Simon Mach (19.) fielen dagegen noch zurück. David Mach als 22. und Tristan Sommerfeldt als 37. verpassten die Top 20.