Der ‌Sekretär des russischen
Sicherheitsrates, Sergej Schoigu, hat China die Unterstützung Russlands in der ‍Taiwanfrage zugesichert. „Wir sehen, dass ​Chinas Widersacher die Lage ‌in der
Taiwanstraße weiter destabilisieren“, sagte Schoigu der Nachrichtenagentur Tass ​zufolge bei einem Besuch in Chinas Hauptstadt Peking. „Ich möchte
unsererseits unsere konsequente und unerschütterliche
Unterstützung ⁠für Peking in der Taiwanfrage bekräftigen.“
Russland gehe davon aus, dass die Regierung in Peking die
einzige legitime Vertretung Chinas sei, fügte er hinzu.

Der chinesische ​Außenminister Wang Yi sagte einer
Mitteilung seines Ministeriums ‍zufolge, dass China bereit sei, die
strategische Abstimmung mit Russland zu vertiefen und die
bilateralen Beziehungen in diesem Jahr auszubauen. ⁠Beide Länder
hätten die „Verpflichtung“, sich für eine multipolare Welt
einzusetzen. China und Russland hatten kurz ⁠vor dem russischen
Einmarsch in ⁠die Ukraine im Februar 2022 eine „grenzenlose“
strategische Partnerschaft ‌erklärt. Die beiden Politiker ​hatten
sich zuletzt im Dezember in Moskau getroffen. 

Wadephul warnt vor Auswirkungen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) besucht ab diesem Montag fünf Länder in der Indopazifikregion und will damit „bestehende Partnerschaften festigen und neue schmieden“. Er besucht Singapur, Neuseeland, Tonga, Australien und zum Abschluss das Sultanat Brunei. Mit allen fünf Ländern eine Deutschland das Interesse an einer stabilen internationalen Ordnung und der Einsatz für Multilateralismus, sagte Wadephul.
„Wir treten gemeinsam ein für klare Regeln im internationalen
Miteinander, wenn dieses unter Druck gerät – in Europa wie im
Indopazifik. Denn was beispielsweise in der Straße von Taiwan oder im
Südchinesischen Meer geschieht, hat weltweite Auswirkungen.“

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