Patientin mit den Chefärzten Professor Thomas Postert und Dr. Mete Dadak sowie dem Behandlungsteam.

Beim Schlaganfall gilt: Zeit ist Gehirn. Wer die Symptome erkennt und sofort handelt, kann Leben retten und schwere bleibende Schäden verhindern. Moderne Schlaganfalltherapien ermöglichen heute selbst bei schweren Verläufen eine nahezu vollständige Genesung – vorausgesetzt, Betroffene gelangen ohne Zeitverlust in eine spezialisierte Klinik.

Wie lebenswichtig schnelles und koordiniertes Handeln ist, zeigte sich eindrucksvoll am Fall einer Patientin, die mit einem schweren Schlaganfall im St. Vincenz-Krankenhaus aufgenommen wurde. Bei der Einlieferung bestand eine nahezu vollständige Lähmung der rechten Körperseite sowie eine ausgeprägte Sprachstörung – typische Hinweise auf eine schwere Durchblutungsstörung der linken Gehirnhälfte. Eine sofort durchgeführte CT-Angiographie zeigte einen Verschluss der mittleren Hirnarterie, eines der wichtigsten Hirnarterien. Dieser Befund zählt zu den schwersten Schlaganfallformen. Ohne Behandlung drohen dauerhafte Pflegebedürftigkeit oder sogar der Tod. Dank der schnellen, minimalinvasiven interventionellen Therapie durch die Klinik für Radiologie und Neuroradiologie unter Leitung des Chefarztes Dr. Mete Dadak konnte das Gefäß erfolgreich wieder eröffnet werden. Bereits kurz nach dem Eingriff bildeten sich die Lähmungen und Sprachstörungen nahezu vollständig zurück. „Dieser Fall zeigt, wie entscheidend Zeit und die richtige Versorgung beim Schlaganfall sind“, sagt Professor Dr. Thomas Postert, Chefarzt der Klinik für Neurologie am St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn. „Durch die schnelle Einlieferung über den Rettungsdienst und die enge Zusammenarbeit von der Neurologie mit der Klinik für Neuroradiologie konnte das verschlossene Hirngefäß rechtzeitig wieder eröffnet und schwerste Folgen verhindert werden.“ Die Patientin wurde auf der spezialisierten und zertifizierten Schlaganfallstation (Stroke Unit) überwacht und erhielt dort eine umfassende Schlaganfall-Komplextherapie. Neurologische Komplikationen traten nicht auf, sodass sie schließlich in eine Rehabilitationsklinik verlegt werden konnte. Nach der anschließenden Rehabilitation ist sie nahezu ohne Einschränkungen wieder in ihrer vertrauten Umgebung zuhause. Ihre Tochter berichtet: „Wir sind unendlich froh über die schnelle und professionelle Behandlung. Es geht meiner Mutter sehr gut, und wir können wieder unbeschwert Zeit miteinander verbringen.“

So erkennen Sie einen Schlaganfall

Merksatz FAST:

  • Face: Hängt ein Mundwinkel?
  • Arm: Kann ein Arm nicht mehr gehoben werden?
  • Speech: Ist die Sprache verwaschen oder unverständlich?
  • Time: Sofort den Notruf 112 wählen!

Tipp: Fahren Sie bei Verdacht nicht selbst ins Krankenhaus, sondern rufen Sie sofort den Rettungsdienst. Nur so ist eine schnelle, spezialisierte Behandlung möglich.