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Aus zwei wird eins

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Immer weniger Betriebe: Malerinnungen aus Peine und Braunschweig wollen fusionieren

Aus zwei Malerinnungen soll eine werden: Peine und Braunschweig wollen sich zusammentun. Grundlos geschieht das natürlich nicht. Unter anderem liegt es daran, dass über die Jahre hinweg die Zahl der Mitgliedsbetriebe stark nach unten gegangen ist. Aber es gibt auch andere Gründe.

Peine/Braunschweig. Bislang gibt es im Kreis Peine und in der kreisfreien Stadt Braunschweig jeweils eine eigene Malerinnung. Das wird wahrscheinlich schon sehr bald der Vergangenheit angehören – denn beide streben eine Fusion an. Bereits am Dienstag, 3. Februar, könnte dies beschlossene Sache sein. Dafür gebe es mehrere Gründe, von denen einer besonders schwer wiegt, sagt Dino Münchenberg, Obermeister der Peiner Malerinnung.

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Gemeint ist damit der Rückgang bei der Mitgliederzahl. „In den vergangenen Jahrzehnten ist die Peiner Innung immer kleiner geworden“, erklärt Münchenberg. Aktuell würden nur noch neun Mitgliedsbetriebe dazugehören. „Zum Vergleich: 1980 waren es in Peine noch gut 70 Innungsbetriebe“, sagt der Obermeister.

Auch ist es so, dass eine unserer Hauptaufgaben in Peine weggefallen ist

Dino Münchenberg: Obermeister der Peiner Malerinnung

Neuzugänge bestünden meist aus Existenzgründern beziehungsweise Neubetrieben. Doch in der Region würden nur noch wenige Malermeisterbetriebe gegründet. „Auch ist es so, dass eine unserer Hauptaufgaben in Peine weggefallen ist“, sagt Münchenberg. Diese sei die Durchführung der Zwischen- und Gesellenprüfungen. Seit einigen Jahren würden alle Peiner Auszubildenden in Braunschweig beschult und auch geprüft. Eine Regelung, die im Prinzip unumkehrbar sei, meint der Obermeister. „Selbst wenn einmal in Peine wieder mehr Azubis angemeldet werden, würden diese wohl auch dann trotzdem weiter in Braunschweig beschult werden.“

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Kleine Innungen können weniger attraktiv wirken

Ein weiterer Nebeneffekt sei, dass eine so kleine Innung wie die im Kreis Peine auf potenzielle Neumitglieder unattraktiv wirke. Größere Innungen würden mehr Möglichkeiten zum Austausch zwischen den einzelnen Mitgliedern bieten. „Die strukturelle und wirtschaftliche Organisation für eine so kleine Innung ist daher einfach nicht mehr sinnvoll“, erläutert Münchenberg.

„Wir freuen uns daher, mit der Braunschweiger Malerinnung – ein großes, gut organisiertes Innungsnetzwerk – zu fusionieren.“ Dies würden die Braunschweiger Innungsmitglieder und Obermeister Erol Pakca ebenso sehen. Profitieren würden beide Seiten von dem Zusammenschluss, sagt Münchenberg.

Anlaufstelle bleibt gleich

Er betont zudem, dass sich für die Peiner Innungsbetriebe die Anlaufstelle nicht ändere. „Ansprechpartner bleibt die Peiner Kreishandwerkerschaft, welche von den Innungsmitgliedern immer als zuverlässige Anlaufstelle geschätzt wurde und wird.“

PAZ