• Das Projekt „Blumenthaler Geschichten“ bietet Hobby-Autorinnen und -Autoren aus Bremen-Nord die Chance, ihre Texte am Freitag, 10. April, ab 19 Uhr im Doku Blumenthal vor Publikum zu hören.
  • Martin Heckmann, Sprecher und Rezitator, trägt die zuvor lektorierten und mit Musik von Jürgen Schöffel begleiteten Texte professionell vor. Teilnahme und Einreichung sind Hobby-Autoren vorbehalten.
  • Das Projekt wird vom Bundesprogramm „Demokratie Leben“ finanziert. Weitere Lesungen in Bremen-Nord sind geplant; Interessierte können sich bei Martin Heckmann melden.

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Manche machen es, wenn am Abend Ruhe eingekehrt ist, andere nutzen gern die frühen Morgenstunden, wenn der Tag seinen Trubel noch im Zaum hält. Die einen setzen sich dafür in ein Café, andere an den Küchentisch. Und es gibt auch diejenigen, die sich in einer Gruppe treffen. Geschichten lassen sich überall schreiben. Ob sie nun für Leserinnen und Leser gedacht sind oder einfach nur als ein Geschenk an sich selbst. Längst nicht jede Erzählung findet ihren Weg in die Öffentlichkeit. So manch beschriebene Seite schlummert in Schubladen oder abgelegt auf dem Computer. Nur zur reinen Freude des Verfassers.

Aber nun haben genau diese Geschichten die große Chance, von einem Publikum wahrgenommen zu werden. Im Doku Blumenthal werden einige von ihnen am Freitag, 10. April, ab 19 Uhr unter dem Titel „Blumenthaler Geschichten“ vorgelesen. „Präsentiert wird der Abend in einem großen Erzählbogen von dem Bremer Sprecher und Rezitator Martin Heckmann, begleitet von dem Gitarristen Jürgen Schöffel“, kündigt Doku-Geschäftsleiterin Johanna Schwarz an. Der Eintritt ist frei. Das Projekt des Bremers läuft schon seit 2018 im Bürgerhaus Obervieland in der Reihe „Kattenturmer Geschichten“. Sehr erfolgreich, wie er sagt. Nun möchte Martin Heckmann das Konzept auch auf andere Stadtteile ausweiten. Nach dem Motto „Kattenturmer Geschichten goes Bremen-Nord“.

Projekt begann in Vegesack

Dabei ist es nicht das erste Mal, dass dieses Format im Bremer Norden präsentiert wird. Begonnen hatte es unter dem Titel „Vegesacker Geschichten“ bereits im vergangenen Oktober im Kito. Damals hatte Martin Heckmann allerdings auch einige Kattenturmer Geschichten mitgebracht. Es war also keine reine Nordbremer Veranstaltung. Das soll diesmal anders sein, versichert der Rezitator. „Die Geschichten kommen ausschließlich aus Bremen-Nord.“ Nämlich aus den Blumenthaler Schreibwerkstätten. Von ihnen lebe das Projekt, sagt der Sprecher. Gerhard Koopmann leitet am Dokumentations- und Kulturzentrum Blumenthal – kurz Doku – zwei Literaturkreise. „In einem Kreis lesen wir nur gemeinsam Werke“, erzählt der 82-Jährige. In dem anderen, der Autorengruppe Literaturpforte, schreiben die zehn Mitglieder selbst Texte. Darüber hinaus gibt es beim Doku eine Schreibwerkstatt für Anfänger, die von Bernd Gruschwitz geleitet wird. Derzeit seien darin sechs Leute aktiv, berichtet Gerhard Koopmann. Das Schreiben in einer Gruppe sei auch deshalb so wertvoll, weil es gegenseitige Impulse gibt.

Martin Heckmann ist es wichtig, dass Texte von Autoren und Autorinnen präsentiert werden, die „keiner breiten Öffentlichkeit bekannt sind und die das Schreiben als reines Hobby betreiben“. Sie reichen ihre Kurzgeschichten, Anekdoten, Märchen, Krimis oder Gedichte im Vorwege ein, und Martin Heckmann lektoriert diese Geschichten dann gemeinsam mit den Autoren und Autorinnen und überarbeitet sie stilistisch. „Die Texte werden in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht und mit passendem Spannungsbogen versehen.“ Bei der Veranstaltung am 10. April im Doku wird der Sprecher und Rezitator die ausgewählten Geschichten dann professionell vortragen. „Alle bekommen den gleichen Standard“, sagt er. Außerdem spielt der Gitarrist Jürgen Schöffel zu jedem Text ein auf den Autor und die Autorin zugeschnittenes Musikstück. Finanziert wird das Projekt über das Bundesprogramm „Demokratie Leben“. Martin Heckmann möchte weitere Hobby-Autoren ermutigen, sich bei ihm zu melden. Seine E-Mail-Adresse lautet info@martin-heckmann.de. Nach der Veranstaltung im Doku in Blumenthal sei überdies eine weitere, an einem anderen Ort im Bremer Norden, geplant.

Für die Autorinnen und Autoren sei es meist ein „großes Erlebnis, wenn ihre Texte so in der Öffentlichkeit vorgetragen werden“, weiß Martin Heckmann. Die Stimmung, die sie bei solchen Veranstaltungen gemeinsam erzeugen, könne man „mit dem schönen Begriff ‚kostbar‘ umschreiben“. Zudem brauche sich die Qualität der Texte „meist wirklich nicht zu verstecken“, fügt der Rezitator hinzu. Und nicht zuletzt werde den Autorinnen und Autoren „durch den professionellen Vortrag und durch die persönliche und musikalische Zuwendung viel Respekt und Hochachtung entgegengebracht“.

Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.

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