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Das Gebäude an der Saalburgallee wird abgerissen. Die Postbank ist im September 2025 ausgezogen.Die Postbank ist im vergangenen September ausgezogen. © Boris Schlepper

Abbruch im Inneren des ehemaligen Postbank-Gebäudes hat begonnen. Wann die Liegenschaft abgerissen wird und Baustart ist, sagt der Eigentümer nicht.

Von außen wirkt das Gebäude an der Saalburgalle unverändert. Der sechsgeschossige Bau wirkt verwahrlost und heruntergekommen. Doch hinter der Waschbetonfassade tut sich seit kurzem etwas. Der Bauherr hat im Inneren mit den Abbrucharbeiten begonnen. Wann die eigentliche Immobilie, in der bis zum vergangenen September die Postbank ihren Sitz hatte, abgerissen wird, ist jedoch offen.

Die Liegenschaft gehört Arthur Ronny Wiener. Zu den Bauarbeiten im Inneren wollte er sich auf Anfrage am Montag ebenso wenig äußern wie zu einem geplanten Abriss und dem Neubau. Offener spricht dagegen Simone Zapke, die Leiterin der Bauaufsicht. In der Saalburgallee 15–19 werde gearbeitet, sagt sie, „da scheint etwas zu passieren“. Ihre Behörde stehe im Kontakt mit dem Bauherrn. Auch in der Nachbarschaft sind die Bauarbeiten bereits aufgefallen. Anwohner:innen haben sich an den Ortsbeirat gewandt.

Fünf Meter hohe Lärmschutzwände

Derzeit gebe es nur Abbrucharbeiten im Inneren, so Zapke. Demnach würden Wände entfernt und der Estrich. Das Gebäude solle einem Neubau weichen. Da die Planung schon mehrere Jahre alt sei, gebe es noch eine Abrissgenehmigung, auch wenn diese nach der neuen Hessischen Bauordnung nicht mehr erforderlich sei. In der Genehmigung sei auch der Lärmschutz für den Abbruch der Fassade geregelt. Demnach müsse vorher eine fünf Meter hohe Lärmschutzwand um das Gebäude herum montiert werden.

Für wann der Abbruch geplant ist, sei ihr nicht bekannt, sagt die Amtsleiterin. Der Bauherr sei aufgefordert worden, den Baubeginn anzuzeigen. Für den Neubau liege noch eine Baugenehmigung von 2014 vor. Diese gestatte ein Wohnhaus mit einer gewerblichen Nutzung im Erdgeschoss. Der Eigentümer habe angekündigt, auf Grundlage der bisherigen Pläne noch etwas ändern zu wollen, so Zapke. Demnach solle die Anzahl der Wohneinheiten erhöht werden.

Bereits seit mehreren Jahren gibt es Pläne für das Areal zwischen Saalburgallee, Andrea-, Heidelbach- und Ettingerstraße. Auf der Homepage des Frankfurter Architekturbüros Scharnberger ist ein Neubau mit sieben Geschossen zu sehen. 136 Wohneinheiten sieht dieser in acht Häusern auf rund 15 000 Quadratmetern vor. Der Gebäudekomplex umschließt einen begrünten Innenhof.

Der Post AG, die in dem Gebäude seit der Erbauung 1973 ihren Sitz hatte, wurde 2024 gekündigt, obwohl sie habe bleiben wollen. Der Vertrag mit der Postbank endete wie berichtet im September vergangenen Jahres.

Schon 2014, als Wiener das Gebäude kaufte, sagte er laut „Immobilien Zeitung“, dass es sich um einen „großen, nicht mehr zeitgemäßen Baukörper“ handele. „Wir stellen uns dort mittelfristig Wohnen vor.“