Kölns Celina Degen im Zweikampf mit Alexandra Popp

Stand: 02.02.2026 20:13 Uhr

Der 1. FC Köln hat beim Top-Team VfL Wolfsburg einen beherzten Auftritt gezeigt, aber eine Überraschung dennoch verpasst.

Die Frauen des 1. FC Köln haben am 16. Spieltag beim 1:2 (1:1) beim VfL Wolfsburg eine Überraschung knapp verpasst. Lineth Beerensteyn (4.) brachte den VfL in Führung, ein Eigentor von Sarai Linder (22.) brachte den FC zurück. Beerenstyns zweites Tor (68.) reichte den Wolfsburgerinnen zum glanzlosen Sieg.

Der VfL baute sein Punktekonto auf 47 aus, die Kölnerinnen verbleiben bei 24 Zählern und fielen trotz des starken Auftritts nach dem Abschluss des Spieltages auf Rang acht in der Tabelle zurück.

VfL mit Blitzstart in die Partie

Keine fünf Minuten waren gespielt, da lagen die Favoritinnen vorne: Mit dem ersten gefährlichen Angriff wurde Stürmerin Lineth Beerensteyn in die Spitze geschickt und legte den Ball an der herauseilenden FC-Torfrau Irina Fuchs vorbei ins Netz.

Der FC wirkte jedoch nicht geschockt: Eine starke Flanke konnte die völlig freistehende Sandra Jessen nicht auf das Tor bringen. Nach 14 Minuten kam dann etwas mehr Stimmung auf, denn vorher hatten die Zuschauer keinerlei Unterstützung gegeben – aus Protest gegen die ungeliebten Montagsspiele.

FC auf Augenhöhe mit Wolfsburg

Sportlich blieb Köln am Drücker: Jessens Abschluss wurde gerade noch abgeblockt. Drei Minuten später belohnte sich der FC, als Martyna Wiankowska über links durchging und ihre Flanke unhaltbar von Linder in die lange Ecke abgefälscht wurde.

Fast hätten die Gäste sogar den Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten geschafft, doch Jessen setzte die Kugel nur ans Außennetz. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Ella Peddemors scheiterte an der stark parierenden Fuchs im FC-Tor (37.), kurze Zeit später parierte Stina Johannes gegen Jessen auf der Gegenseite.

Beerenstyn entscheidet das Spiel

Nach dem Seitenwechsel passierte längere Zeit nicht viel. Köln blieb aggressiv in den Zweikämpfen und zwang Wolfsburg zu vielen Fehlern im Spielaufbau. Allerdings fehlte vorne etwas die Durchschlagskraft. Die zweite Halbzeit war schon mehr als zwanzig Minuten alt, als der VfL erstmals auf das Tor schoss – und wieder führte: Vivien Endemann setzte Beerensteyn traumhaft ein und die Angreiferin versenkte unten links.

Die Gäste aus dem Rheinland waren nun erneut gefordert, wirkten aber eher müde und ideenlos. Einzig Jessen kam einmal gefährlich vor das Wolfsburger Tor, wurde allerdings abgeblockt (78.). Der Willen war dem FC nicht abzusprechen – und doch zeigte sich die ganze Routine des VfL, indem dieser die Gäste weit weg vom eigenen Tor hielt. So brachten die Gastgeberinnen den Sieg über die Zeit.

Unsere Quellen:

  • Frauen-Bundesligaspiel VfL Wolfsburg – 1. FC Köln bei Meganta Sport

Sendung: WDR.de, „Köln verpasst die Überraschung in Wolfsburg knapp“, 02.02.2026, 20.13 Uhr

Westdeutscher Rundfunk