In der ada-Kantine in Bockenheim können Geflüchtete, deren Bargeld durch die Bezahlkarte stark begrenzt ist, ab jetzt regelmäßig Gutscheine gegen Bargeld tauschen. Dies soll Geflüchtete im Alltag unterstützen und verhindern, dass sie durch die Bezahlkarte in ihrer Selbstbestimmung eingeschränkt werden.

Wie funktioniert’s?
In der Wechselstube können geflüchtete Menschen, die von der diskriminierenden Bezahlkarte betroffen sind, Gutscheine von REWE, DM, Lidl, ALDI und tegut gegen Bargeld tauschen.

Menschen ohne Bezahlkarte können die Aktion unterstützen, indem sie diese Gutscheine abnehmen. Neben der Wechselstube in der ada-Kantine gibt es weiterhin die Möglichkeit, in der Karl-Marx-Buchhandlung während der Öffnungszeiten Bargeld gegen Gutscheine zu tauschen.
So entsteht ein Netzwerk praktischer Solidarität, das die bürokratische Entmündigung Geflüchteter durchbricht.

Die diskriminierende Bezahlkarte ist ein Instrument der Kontrolle und des Misstrauens gegenüber Geflüchteten. Mit der Wechselstube schaffen wir – wie schon unzählige andere Gruppen deutschlandweit – eine solidarische Gegenstruktur: gelebte Solidarität, gegenseitige Unterstützung und die gemeinsame Forderung, dass alle Menschen das Recht haben, frei über ihr Geld zu verfügen!

Die Initiative „Frankfurt sagt Nein zur Bezahlkarte“ stellt sich gegen die Bezahlkarte und staatliche Diskriminierung – und für gleiche Rechte für alle Menschen, egal woher sie kommen!

Wann: jeden 1. und 3. Freitag im Monat, 17-19 Uhr