- Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Bremen stagniert auf hohem Niveau; laut Polizeilicher Kriminalstatistik gab es 1561 Fälle im Jahr 2024.
- Laut Polizei Bremen ist die Aufklärungsquote bei Einbrüchen gering, oft im einstelligen Bereich, da es wenige Zeugen und Spuren gibt.
- Nur bei Einbrüchen in Kioske und Warenhäuser ist die Aufklärungsquote mit bis zu 68,2 Prozent deutlich höher, meist durch Videoüberwachung und Personal.
- Wie unterscheiden sich Tatorte und Täterstrukturen bei Wohnungseinbruchdiebstahl und besonders schwerem Diebstahl laut Polizeisprecher Nils Matthiesen?
- Welchen Einfluss hat Videoüberwachung laut Polizei auf die Aufklärung von Einbrüchen in Verkaufsräume und Warenhäuser?
- Welche Ursachen nennt die Opferorganisation Weißer Ring für den bundesweiten Anstieg der Wohnungseinbruchzahlen im Jahr 2024?
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Oft gelangen sie über die Balkon- oder Terrassentür ins Haus, auf der Suche nach Beute durchwühlen sie Schubladen und Schränke. Wer an Einbrecher denkt, hat meist als Erstes den Wohnungseinbruchdiebstahl vor Augen. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) stagniert die Anzahl der Wohnungseinbrüche in Bremen auf hohem Niveau. Ihre Anzahl lag zwischen 1268 Fällen im Jahr 2021 und 1820 Fällen im Jahr 2023. Die Zahlen für 2025 liegen laut Polizei Bremen erst im März 2026 vor. Die aktuellste Angabe stammt daher von 2024 mit 1561 Wohnungseinbrüchen. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der Bürgerschaftsfraktion Bündnis Deutschland (BD) hervor. Unter dem Titel „Einbrüche im Land Bremen – wie groß ist das Problem tatsächlich?“ fragte die BD-Fraktion auch, welche Tätertypen hier am Werk sind.
Darüber hinaus machen sich Einbrecher an Kellerräumen, Dachböden, Hallen, Kiosken, Büros und Werkstätten zu schaffen, um Wertsachen zu stehlen. Diese Taten firmieren in der jährlich erscheinenden PKS jedoch gesondert unter „besonders schwerer Diebstahl“ oder „schwerer Diebstahl“. Zählt man allein für das Jahr 2024 alle anderen Formen von Einbrüchen in Bremen hinzu, wie in der Grafik dargestellt, kommt man auf eine Gesamtzahl von 9238 Fällen.
Bundesweit sind die Wohnungseinbrüche übrigens gestiegen: Mit 78.436 Taten im Jahr 2024 stellt die Opferorganisation Weißer Ring einen weiteren Anstieg gegenüber den Vorjahren fest (2022: 65.908, 2023: 77.819). Nach historischen Tiefpunkten bei den Einbruchszahlen lasse der erneute Anstieg im Jahr 2024 „darauf schließen, dass der Trend der vergangenen drei Jahre zumindest teilweise pandemiebedingt war“, schreibt der Weiße Ring auf seiner Website.
Doch warum werden die anderen Einbruchsarten in der Statistik gesondert aufgeführt? „Der Wohnungseinbruchdiebstahl ist ein klar definierter Straftatbestand und betrifft das Eindringen in dauerhaft genutzte Privatwohnungen“, erklärt Polizeisprecher Nils Matthiesen. Er stelle einen besonderen Eingriff in die persönliche Lebenssphäre dar.
Die Kategorie „besonders schwerer Diebstahl“ umfasse unter anderem Einbrüche in Geschäfts- oder Lagerräume, das Aufbrechen gesicherter Behältnisse oder gewerbsmäßigen Diebstahl. „Diese Differenzierung ist wichtig, weil Tatorte, Tatgelegenheiten, Täterstrukturen und Präventionsansätze sehr unterschiedlich sind“, so Matthiesen. Diese Delikte würden häufig erst entdeckt, wenn die Täter den Tatort bereits verlassen hätten. Es gebe oft keine direkten Tatverdächtigen, nur wenige Zeugen und begrenzte Spuren, was die Ermittlungen erheblich erschwere. „Die Polizei beginnt hier meist bei null“, erklärt Matthiesen.
Bei den Bremer Zahlen fällt zudem auf, dass die Aufklärungsquote in fast allen Kategorien meist im einstelligen Bereich liegt. So lag sie etwa bei Einbrüchen in Boden-, Kellerräumen und Waschküchen zwischen 3,1 und 6,5 Prozent. Nur bei Diebstählen aus Kiosken, Verkaufsräumen und Warenhäusern ist sie deutlich höher: zwischen 58,6 und 68,2 Prozent. „Diese Taten werden deutlich häufiger auf frischer Tat erkannt – etwa durch Personal, Sicherheitsdienste oder technische Sicherungen. Videoüberwachung spielt dabei eine wichtige Rolle, ebenso wie klar abgegrenzte Tatzeiten und -orte“, teilt Matthiesen mit.
Einbrüche lassen sich Matthiesen zufolge nicht einseitig überörtlich agierenden Banden zurechnen, denn der Anteil variiere stark, „je nach Deliktform und Tatbegehung“. Der Senat teilt mit, dass die Mehrheit der ermittelten Tatverdächtigen bei Einbrüchen außerhalb von Wohnungen aus der Region stammen würden. „Einzig im Bereich des Einbruchsdiebstahls in Firmen mit der Zielrichtung der Entwendung hochwertiger Werkzeuge konnte ein konkreter Bezug zu einer bundesweit und international agierenden, rumänischen Täterbande festgestellt werden“, heißt es.
Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.
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