„Propagandafilm“ oder Porträt?

Melania Trumps Film floppt in Frankfurt

Aktualisiert am 03.02.2026 – 14:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Melania Trump: Sie wurde als Teenagerin entdeckt.Vergrößern des Bildes

Melania Trump (Archivbild): Ein neuer Kinofilm begleitet die First Lady vor Trumps zweiter Amtseinführung. (Quelle: AP Photo/Jose Luis Magana)

Melania Trump inszeniert sich selbst in einem neuen Film. Kritiker sprechen von Propaganda, Kinos von leeren Sälen. Auch in Frankfurt läuft der Streifen mäßig.

Melania Trump setzt sich in einem neuen Film als First Lady in Szene – und weltweit floppt das Porträt an den Kinokassen. Bei den ersten Vorstellungen waren teils kaum Zuschauer in den Kinosälen, einige Kinos nehmen „Melania“ sogar aus dem Programm, weil so wenige Menschen den Film sehen möchten.

„Melania» dreht sich um die 20 Tage bis zu Donald Trumps Antritt seiner zweiten Amtszeit am 20. Januar 2025. Dabei sehen Zuschauer ein glamouröses, genau inszeniertes Bild der First Lady. Eine neutrale Dokumentation brauchen sich die Zuschauer derweil nicht zu erwarten – Melania Trump ist selbst Co-Produzentin des Films.

Auch in Frankfurt ist der Streifen aktuell zu sehen. Im Cinestar Metropolis war die Nachfrage nach Tickets am ersten Wochenende nach der Premiere am Freitag (30. Januar) ebenfalls eher überschaubar. Für die Vorstellung am Sonntagvormittag waren zumindest ungefähr die Hälfte der 120 Plätze ausgebucht.

Der Film läuft in den kommenden Tagen noch ein paar mal zu Randzeiten, die es Berufstätigen kaum möglich machen, den Film zu schauen: Montag um 15 Uhr, Dienstag um 14 Uhr, Mittwoch um 15 Uhr. Danach ist Schluss. Für eine der Vorstellungen sind stand jetzt 7 von 120 Karten verkauft, für eine andere 3. Genügend Platz im Saal sollte es also geben.

Kritiker fällen zu dem Film ein klares Urteil – sowohl in den Vereinigten Staaten als auch hierzulande. Die „FAZ“ betitelt ihn etwa als einen „Propagandafilm“, die „Berliner Morgenpost als „schlechtesten Film des Jahres.“ Der Bayrische Rundfunk schreibt von einem „Absurden PR-Stunt“, der nach hinten losgehe.

Bei Zuschauern kommt der Film allerdings nicht nur negativ an: Bei dem Bewertungsportal „Rotten Tomatoes“ bewerten ihn 99 Prozent der Zuschauer positiv – während nur 11 Prozent der verzeichneten Bewertungen von professionellen Kritikern positiv sind.

Das Unternehmen investierte 40 Millionen US-Dollar (umgerechnet 34 Millionen Euro) allein für die Rechte. Hinzu kamen weitere 35 Millionen US-Dollar (etwa 29 Millionen Euro) für Marketingmaßnahmen. Ein großer Anteil der Summe, nämlich 28 Millionen US-Dollar (ungefähr 24 Millionen Euro), ging an Melania Trump selbst.