Keine Luste auf Vereinsmeierei

„Wir haben damals beschlossen, dass wir das nicht als Verein machen. Keiner hatte Lust auf Satzungen und dergleichen“, erinnert sich Roland Müller. Stattdessen wird ein basisdemokratischer Club gegründet. „Klar, einer musste die Kasse führen, aber ansonsten gibt es keinen Vorsitzenden.“ Die Aufgaben würden nach den Fähigkeiten und Vorlieben der Leute verteilt. „Stefan Klopf organisiert zum Beispiel gerne Fotoevents, Mathias Münch ist sehr technikaffin und gestaltet dann eben mal einen Abend, an dem er ein Thema erklärt. Und ich organisieren gerne Ausstellungen“, erläutert Roland Müller an ein paar Beispielen, wie der Themarer Fotoclub seit Jahren funktioniere. Bis zu 15 Mitglieder habe man einmal gehabt. Zwei sind verstorben, manche hätten das Handtuch geworfen – andere waren mal dabei und sind wieder weg. Auch wenn sie kein Verein sind, so treibt sie das Thema Nachwuchsmangel wie die meisten Vereine um. „Uns fehlen Leute, die Spaß haben, sich mit zu engagieren. Wir machen das nicht todernst.“ Wichtiger sei die Gemeinschaft Manchmal gehe es auch gar nicht ums Fotografieren. Zu den regelmäßigen Treffen steht der Austausch im Vordergrund. „Es ist eine schöne Gemeinschaft und wir freuen uns, wenn jemand Neues dazustößt.“