Man kann fast das Aufatmen hören: Die Berliner können wieder heizen, Kaffee kochen, Licht anmachen. Ihr wollt für einen Stromausfall gewappnet sein? Hier geht’s lang!

Alle Wohnungen haben wieder Strom:

Seit 14:10 Uhr gibt es wieder eine Vollversorgung.

Allerdings: „Wir versorgen über ein Provisorium. Völlig stabil kann ein solches Provisorium nicht sein“, sagte der Geschäftsführer des Betreibers Stromnetz Berlin, Bernhard Büllmann.

Außerdem sagte Giffey: „Es ist noch nicht vorbei“. Man könne sich noch nicht entspannt zurücklehnen. Es komme nun darauf an, die Wärmeversorgung wieder hochzufahren. Mögliche Schäden an Heizungen müssten nun geprüft werden. Die Behebung dieser Schäden sei „ein Riesenthema für die kommenden Stunden“.

Ruckeln wird es also noch hier und da, und auch die Notunterkünfte bleiben Mittwoch weiter geöffnet, weil sich die Wohnungen nur langsam wieder aufheizen.

Fünf Tage Blackout: Darum gab es Stromausfall in Berlin

Im Südwesten von Berlin waren wegen eines mutmaßlichen Anschlags auf die Infrastruktur, neben Geschäften und Co., Zehntausende Haushalte fünf Tage ganz ohne Strom.

In der SWR3 Morningshow hat Reporter Kaveh Kooroshy die Lage vor Ort beschrieben:

Stromausfall am Bahnhof Wannsee in Berlin Zehlendorf. Zehntausende Haushalte sind seit Samstagmorgen im Berliner Südwesten ohne Strom, bei Minusgraden und Schneefall.


SWR3 Morningshow
5.1.2026

Stromausfall in Berlin „für viele eine große Herausforderung“

Dauer
1:40
min

Seit Samstagmorgen sind einige Stadtteile in Berlin ohne Strom. Unsere Moderatorin Anneta Politi hat in der SWR3 Morningshow mit Reporter Kaveh Kooroshy über die Lage vor Ort gesprochen.

Zwar ist das, was in Berlin passiert ist, ein absoluter Ausnahmefall. Er zeigt aber, dass eine solche Notsituation durchaus eintreffen kann. Diese Tipps können im Fall eines solchen Blackouts helfen, besser durch den Alltag zu kommen:

  • Zunächst einmal lohnt es sich, Handys und andere batteriebetriebene Geräte in den Flugmodus zu versetzen, solange sie nicht gebraucht werden. So spart man Akku.
  • Außerdem: Powerbanks und Ersatzakkus sollten im besten Fall immer aufgeladen und im Notfall griffbereit sein.

Kühlen und Heizen: Das ist zu beachten

  • Kühlschrank und Gefriertruhe möglichst geschlossen halten, damit die Luft im Inneren so lange wie möglich kühl bleibt.
  • Zum Kochen kann ein Camping-Herd nützlich sein. Wer einen Garten oder Balkon hat, kann einen Tischgrill nutzen, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Wichtig dabei: Nicht in der Wohnung benutzen – das kann schnell gefährlich werden.
  • Vor allem im kühlen Winter ein großes Problem: Heizen! Die Berliner Feuerwehr warnt: Alternative Wärmequellen, wie gasbetriebene Grills und Heizgeräte für den Innenraum können gefährlich werden. Es besteht Vergiftungsgefahr. Stattdessen lieber Decken und Pullover nutzen.
  • Als Lichtquelle sollten Taschenlampen dienen. Kerzen dürfen niemals unbeaufsichtigt bleiben.

Falls bei einem Stromausfall ein Notfall passiert:

  • Nächstgelegene Polizei- oder Feuerwehrdienststelle oder eine Notaufnahme aufsuchen.
  • Auch über öffentliche Verkehrsmittel kann ein Notruf abgesetzt werden.
  • Noch ein altes Radio im Keller? Batteriebetriebene Radios und Kurbelradios funktionieren auch ohne Strom. So kommt man an aktuelle Infos der Behörden.

Allgemein hilft es auch, in den persönlichen Kontakt zu treten. Nach den Nachbarn zu schauen und sich gegenseitig zu unterstützen.