Umfragen im Überblick
So stehen die Chancen für die Parteien im Superwahljahr Von Tim Niendorf und Jens Giesel
Zuletzt aktualisiert: 04.02.2026, 09:30 Uhr
Die politische Landkarte Deutschlands kann sich dieses Jahr stark verändern. Ein schneller Überblick mit Grafiken zu den Landtagswahlen.
Im Superwahljahr 2026 stehen die ersten Stimmungstests an, seitdem Friedrich Merz Bundeskanzler ist: für ihn selbst, für seine Regierung und auch für die Opposition. Doch bei allen fünf Wahlen spielen auch regionale Unterschiede eine starke Rolle.
8. März: Baden-Württemberg
Wer folgt auf Kretschmann?
Der Südwesten Deutschlands wird seit fast fünfzehn Jahren von den Grünen regiert. Die Nuklearkatastrophe von Fukushima und der Unmut über das Bahnprojekt Stuttgart 21 trieben der Partei 2011 im konservativen Baden-Württemberg viele Wähler zu: Erstmals konnten die Grünen in Deutschland einen Ministerpräsidenten stellen. Der 77 Jahre alte Landesvater Winfried Kretschmann tritt nun aber nicht mehr an.
Gerne hätte Kretschmann schon längst sein Amt an Cem Özdemir übertragen, um dessen Siegchancen zu erhöhen. Das aber wollte die CDU als Koalitionspartner nicht mitmachen, hofft sie doch darauf, endlich selbst wieder den Regierungschef stellen zu können. Weil die ebenfalls starke AfD keine Mehrheitsoptionen in Sicht hat, läuft es also auf einen Zweikampf hinaus: Cem Özdemir gegen Manuel Hagel.