Obduktion angeordnet
Mann erleidet Krampfanfall in Polizeigewahrsam und stirbt
Aktualisiert am 06.02.2026 – 07:03 UhrLesedauer: 1 Min.
Polizei (Symbolbild): In einer Polizeiliegenschaft in Hannover kam es zu einem medizinischen Notfall – die Hintergründe werden ermittelt. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa-bilder)
Ein 33-Jähriger erleidet in Polizeigewahrsam einen Krampfanfall. Zwei Tage später stirbt er im Krankenhaus.
Ein Mann ist zwei Tage nach einer Auseinandersetzung mit Polizeibeamten und einem Krampfanfall auf einer Polizeistation in Hannover gestorben. Der 33-Jährige starb am Mittwoch im Krankenhaus, wie die Polizei am Donnerstag in der niedersächsischen Landeshauptstadt mitteilte. Zur Aufklärung der Todesumstände wurde eine Obduktion angeordnet.
Die Polizei war zuvor in der Nacht zu Montag wegen eines Streits und einer Sachbeschädigung im Stadtteil Vahrenwald alarmiert worden. Gegen den Mann wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Da er diesem nicht nachkam, sollte er in Gewahrsam genommen werden.
Nach Polizeiangaben leistete er dabei Widerstand und wurde leicht verletzt. Ein Arzt habe ihn anschließend untersucht und die Gewahrsamsfähigkeit festgestellt.
Gegen 6 Uhr sollte der 33-Jährige entlassen werden. In der Ausgangsschleuse der Polizeiliegenschaft habe er sich geweigert, zu gehen. Als Einsatzkräfte ihn aus der Schleuse schieben wollten, habe er plötzlich gekrampft und das Bewusstsein verloren. Die Beamten begannen eigener Aussage zufolge sofort mit Reanimationsmaßnahmen und alarmierten einen Krankenwagen. Dieser brachte den Mann schließlich in eine Klinik.
Die Ermittlungen führt der zentrale Kriminaldienst Hannover. Zur Klärung der Todesumstände wurde eine Obduktion angeordnet. Hinweise auf strafbare Handlungen oder unverhältnismäßige Gewaltanwendung der eingesetzten Kräfte lagen der Polizei zufolge bislang nicht vor.
