Mehr als 500 Jobs in Gefahr

Verdi warnt vor massivem Stellenabbau beim IB West

06.02.2026 – 14:42 UhrLesedauer: 1 Min.

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Verdi hat im öffentlichen Dienst zu Warnstreiks aufgerufen. (Symbolbild) (Quelle: Tom Weller/dpa-bilder)

Mehr als 500 Arbeitsplätze bei der IB West gGmbH stehen laut Verdi auf der Kippe. Der soziale Träger befindet sich seit November im Schutzschirmverfahren.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat vor einem drohenden Kahlschlag bei der IB West gGmbH gewarnt. Der soziale Träger befindet sich seit November im Schutzschirmverfahren. Laut Verdi plant das Unternehmen einen massiven Stellenabbau.

Mehr als 500 Arbeitsplätze in der Region sollen im Laufe des Jahres wegfallen, wie es einer Mitteilung am Freitag heißt. Nach Einschätzung der Gewerkschaft seien betriebsbedingte Kündigungen wahrscheinlich.

Nicolas Zipp, zuständiger Gewerkschaftssekretär von Verdi, erklärt: „Für die Beschäftigten ist das aktuell eine existenzielle Bedrohung. „Kolleginnen und Kollegen wissen aktuell nicht, wie es weitergeht. Wir fordern Transparenz im Verfahren, echte Beteiligung und eine umfassende Aufarbeitung der Ursachen, die zu dieser dramatischen Lage geführt haben“.

Nach Angaben der Gewerkschaft stehen Angebote im Offenen Ganztag zur Disposition. Auch Angebote im Bereich der Sprachschulen seien gefährdet. Die Angebote des IB West seien ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur in der Region, betont Zipp. „Sie geben Menschen Halt, schaffen Perspektiven und stützen den gesellschaftlichen Zusammenhalt – gerade in Zeiten, in denen soziale Verwerfungen zunehmen“.

Land und Kommunen müssen jetzt handeln, um den Zusammenbruch zentraler sozialer Angebote in der Region zu verhindern. Tjark Sauer, Geschäftsführer von Verdi Köln-Bonn-Leverkusen, fügt hinzu: „Die Kolleginnen und Kollegen dürfen jetzt nicht im Stich gelassen werden“. „Wir stehen an ihrer Seite und setzen uns für Lösungen ein, die Beschäftigung und soziale Angebote sichern“.