Mitten im Herzen von Everswinkel plant Architektin Janine Heiland die Sanierung eines der ältesten Fachwerkhäuser im Kreis Warendorf.

Everswinkel (gl) – Auf Einladung der Architektin Janine Heiland waren der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum und die Fraktionsvorsitzende der CDU Everswinkel Katrin Schulze Zurmussen zu Besuch am Kirchplatz in Everswinkel. Mitten in der historischen Kirchringbebauung Everswinkels hat Heiland vor einiger Zeit ein historisches Fachwerkhaus erworben, das von Grund auf renoviert werden muss.

Keine leichte Aufgabe, gilt es doch die zum Teil Jahrhunderte alte historische Bausubstanz zu wahren und so manche Bausünde der Vergangenheit zu beheben, heißt es in der Mitteilung. „Eines der ältesten Häuser des Kreises Warendorf erhalten zu wollen und auch für die Nachwelt zugänglich zu machen, ist ein tolles Vorhaben, das ich gerne unterstütze. Die historische Bebauung unserer Dörfer und Städte im Kreis Warendorf und im Münsterland sind Teil unseres kulturellen und historischen Erbes und dieses gilt es, nicht nur für uns, sondern auch für zukünftige Generationen, zu bewahren“, so Rehbaum, der das Vorhaben von Heiland ausdrücklich unterstützt.

Kirchplatz ist Mittelpunkt des Gemeindelebens

Seit mehr als vier Jahrhunderten ist die historische Fachwerkbebauung um den Kirchplatz Everswinkel der Treffpunkt für die Gemeinde, heißt es in der Pressemitteilung. So waren der Kirchplatz und dessen angrenzende Bebauung jahrhundertelang ein Mittelpunkt des Gemeindelebens und auch ein wichtiger Anlaufpunkt für die umliegenden Bauerschaften.

Für Heiland ist das gesamte Projekt eine Herzensangelegenheit. „Natürlich stellt einen die Restaurierung der alten Bausubstanz vor große Herausforderungen und bei manchen Arbeitsschritten ist auch Eile geboten. Beispielsweise wurden die Gefache in der Vergangenheit mit unsachgemäßen Materialien wie zementgebundenem Mörtel und hartgebranntem Klinker ausgeführt, wodurch der notwendige Feuchteabtransport behindert wird. Der daraus resultierende Feuchtstau führt langfristig zu Schäden an der historischen Holzkonstruktion, weshalb unter anderem eine materialgerechte Gefachefüllung erforderlich ist. Außerdem haben wir bei der Freilegung des Bodens einen alten Brunnen entdeckt, der nun ebenfalls in das Gesamtkonzept eingebracht werden soll. Die Renovierung ist mit viel Arbeit und hohen Kosten verbunden, aber als gebürtige Everswinklerin möchte ich der Gemeinde auch gerne etwas zurückgeben.“

Auch Katrin Schulze Zurmussen zeigte sich von dem Vorhaben begeistert: „Gerade mit der geplanten Neugestaltung des Kirchplatzes als alter und neuer Mittelpunkt des Gemeindelebens gewinnt das Projekt von Frau Heiland noch einmal an besonderer Bedeutung. Für Everswinkel ist dieses Engagement ein großer Gewinn. Denn es kommt darauf an, Neues zu schaffen und Bewährtes zu bewahren – dafür brauchen wir Menschen, die sich einbringen.“

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