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Nur wenige Stunden nach dem 1:1 gegen Preußen Münster saß Callum Marshall (21) am Samstag gegen 10.30 Uhr im Flugzeug. Die Winterleihgabe von West Ham United bekam von VfL-Trainer Uwe Rösler (57) einen zusätzlichen freien Tag, den Marshall für einen Heimatbesuch in Nordirland nutzte. Den hatte sich der junge Offensivspieler auch verdient. In Münster zeigte Marshall einmal mehr, wieso er eine klare Verstärkung für die Rösler-Truppe ist.

Er traf direkt bei seinem VfL-Debüt (3:3 gegen Darmstadt) und sorgt seitdem dafür, dass seine Kollegen bestens in Szene gesetzt werden. So auch am Freitagabend. Philipp Hofmann (32): „Er ist ein richtiger Spielmacher. Das, was ich früher gemacht habe, macht er jetzt. Ich kann mich jetzt mehr auf die Box konzentrieren. Callum ist ein super Spieler. Kompliment.“

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Dabei war es scheinbar keine Selbstverständlichkeit, dass Marshall in Bochum landet. Der Nordire soll mehrere Angebote gehabt haben. Zudem erfuhr BILD: Auch der FC Schalke hat sich wohl kurzzeitig mit ihm beschäftigt. Dazu passt, dass die Drähte zwischen Stammklub West Ham und den Königsblauen sehr kurz sind. Maximilian Hahn (30) ist dort Chefanalytiker und Leiter der Scoutingabteilung. Zuvor war er bei Werder Bremen tätig, kennt daher Schalkes Sport-Vorstand Frank Baumann (50) bestens. Vorteil VfL: Schalke suchte in der Offensive nach einem anderen Spielerprofil, verpflichtete u. a. Star-Stürmer Edin Dzeko (39). Daher war das Marshall-Thema schnell abgehakt.

Hahn, der übrigens auch ein Kandidat für den Sportdirektor-Posten beim VfL war (BILD berichtete exklusiv), dürfte die Entwicklung des nordirischen Nationalspielers (14 Einsätze) genau im Blick haben. Bei anhaltenden Glanzleistungen werden die Bochum-Bosse früh genug die Gespräche mit den Engländern suchen. Und müssten dann Verhandlungsgeschick beweisen.