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An ihn hatten viele schon nicht mehr geglaubt bei Fortuna Düsseldorf. Doch beim 1:1 in Karlsruhe gab Christopher Lenz (31) ein unglaubliches Comeback.

Seit Sommer beim Zweitligisten, stand Lenz erstmals seit 499 Tagen in einer Startelf! Damals bei Hoffenheim, „durfte“ der Linksverteidiger beim 3:0 über Trier ran – in der 4. Liga für die zweite Mannschaft.

Eine böse Wadenverletzung setzte ihn lange außer Gefecht, in Düsseldorf hatte er in der Folge immer wieder muskuläre Probleme. Vorbei! Jetzt spielte er 87 Minuten lang stark, legte sogar das Tor zu Cedric Ittens (29) 1:0 klasse auf und strahlte: „Es hat mich gefreut, endlich mal wieder von Anfang an spielen zu können. Und dass ich mit dem Assist meinen Beitrag leisten konnte.“ Dieser gesunde Lenz kann Fortuna beim Kampf gegen den Abstieg noch richtig helfen. Auch wenn der später gestand: „Jetzt bin ich mal nur platt und freue mich über den Punkt.“

Der steinige Weg zurück

Der Weg zurück von Lenz war steinig. Er gesteht: „Ich kam aus einer nicht so einfachen Zeit in Hoffenheim. Ich hatte das erste Mal nach acht, neun Jahren eine lange Verletzung. Danach wollte ich zu schnell und zu viel. Markus Anfang hat mir gesagt, ich vertraue dir – aber wir müssen erst mal schauen, dass du körperlich wieder mithältst. Das war keine einfache Situation. Aber wir haben den richtigen Weg gewählt, mit zunächst kurzen Einsätzen.“

Mit Kiel in die 2. Liga aufgestiegen (2017), mit Union Berlin in die Bundesliga (2019), mit Frankfurt Europa-League-Sieger (2022) und mit Leipzig den DFB-Supercup geholt (2023) – es ging lange bergauf für Lenz, bis der Körper streikte. Jetzt hat Anfang seinen Ex-Profi, mit dem er in Kiel zusammen aufgestiegen war, wieder auf die Beine gestellt. Der Trainer: „Abwarten, wie er das verkraftet hat. Erst mal machen wir ein Kreuzchen im Kalender, dass er so lange gespielt hat.“

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Sportvorstand Sven Mislintat (53) hatte schon länger beteuert, dass wenn Lenz fit ist, man noch richtig Spaß an ihm haben werde. Den hat jetzt erst mal der Profi: „Wenn ich mich richtig gut fühle, habe ich richtig Spaß auf dem Platz. Dann lache ich und mache Späße – auch im Spiel. Ich freue mich über jede Minute.” Nach dieser langen Leidenszeit mehr als verständlich…