Dass die Bahnsanierung und die damit verbundenen Einschränkungen für Fahrgäste eine „Zumutung“ sind, hatte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bereits vor Start der Bauarbeiten eingeräumt. Entsprechend gut ging es am Freitagabend los. Die DB Navigator-App zeigte bereits massive Verspätungen an, etwa beim S28-Ersatzbus Richtung Düsseldorf. Am Sonnborner Ufer fuhr dann plötzlich doch ein Bus nach dem anderen ein – aber leider nicht der richtige. Am frühen Samstagmorgen warteten Fahrgäste in Mettmann auf den aus Wuppertal kommenden Bus vergeblich, sodass mindestens ein Fahrgast seinen ICE verpasste. Eine Verspätung war in der App nicht angezeigt worden. Dass zu Beginn nicht alles reibungslos läuft, war abzusehen. Zeit zur Vorbereitung hat es aber genug gegeben, der Frust bei einigen Leuten ist schon nach wenigen Tagen groß. Immerhin: Die lilafarbenen Busse sind gut zu erkennen, modern und vergleichsweise komfortabel, was bei den deutlich verlängerten Fahrzeiten auch bitter nötig ist.
Auch die Bauarbeiten sind nötig, um die Infrastruktur langfristig zu verbessern, das dürfte wohl allen klar sein. Uns werden danach einige Jahre Ruhe versprochen, irgendwann sind aber die Stellwerke dran – wer weiß, welche Einschränkungen dann auf uns zukommen. Allen, die auf regelmäßige Fahrten angewiesen sind, bleibt nur ganz viel Kraft für die kommenden Monate zu wünschen.