Ein Schild mit der Aufschrift „Warnstreik!“ steht am Betriebshof des VHH in Schenefeld.

AUDIO: Wieder Warnstreiks beim VHH (1 Min)

Stand: 11.02.2026 06:24 Uhr

Fahrgäste der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) müssen sich heute erneut auf Einschränkungen einstellen: Die Gewerkschaft ver.di hat zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind vor allem der Hamburger Westen und Norden sowie Linien in den Landkreisen Pinneberg und Segeberg.

Zum Warnstreik aufgerufen sind bis Donnerstagmorgen um 3 Uhr die Busfahrerinnen und Busfahrer der Betriebshöfe am Volkspark sowie in Norderstedt, Quickborn, Elmshorn und Schenefeld.

Diese VHH-Linien sind betroffen

Spürbar sind die Auswirkungen bis in die Hamburger Innenstadt, denn auch die Express- und Metrobusse 1, 2, 3 und X3 werden bestreikt.

Folgende Linien fallen aufgrund des Streiks komplett aus: 1, 22, 184, 185, 186, 188, 194, 196, 278, 281, 285, 286, 288, 293, 294, 296, 378, 384, 395, 488, 492, 494, 588, 593, 595, 601, 794 und X95.

Auf diesen Linien fahren vereinzelte Busse: 2, 3, 15, 21, 189, 192, 193, 195, 284, 289, 295, 594, 7141, X3 und X21.

Auf der Linie 178 fahren Busse auf dem Abschnitt Poppenbüttel – Glashütte eingeschränkt. Die Fahrten im Schulverkehr auf den Linien 478 und 6541 finden statt. Auch der Schienenersatzverkehr auf der A3 verkehrt nach Fahrplan.

U- und S-Bahnen sollen wie gewohnt fahren

Anders als beim Warnstreik in der vergangenen Woche sind diesmal nur die VHH-Busse betroffen. U- und S-Bahnen, AKN und Hochbahnbusse fahren wie gewohnt. Im Arbeitskampf bei der VHH geht es um Arbeitszeitreduzierung und Zulagen.

Ver.di fordert 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld

Ver.di fordert für die VHH-Beschäftigten unter anderem eine 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns. Die Arbeitgeberseite habe aber nur eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von einer halben Stunde zum Fahrplanwechsel 2030/2031 angeboten und sei auf die Urlaubsgeldforderung gar nicht eingegangen, klagte ver.di. Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 26. Februar geplant.

Die VHH haben nach eigenen Angaben rund 3.000 Mitarbeitende und etwa 800 Busse. Sie bezeichnen sich als das drittgrößte kommunale Busunternehmen Deutschlands. Die VHH sind überwiegend im Besitz der Stadt Hamburg.

Ein leerer Zugang zu einem Hamburger U-Bahnhof.

Keine U-Bahnen, kaum Busse: Ein Warnstreik bei Hochbahn und VHH traf viele Hamburger. Streikende versammelten sich zu einer Demo.

Eine Anzeigentafel weist am U-Bahnhof Barmbek auf einen Warnstreik im öffentlichen Dienst hin

Die Gewerkschaft ver.di hatte am Montag in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen. In Hamburg fuhren keine U-Bahnen, aber einige Busse und die S-Bahn.