Schweden will seine Truppen auf der Ostsee-Insel Gotland in den kommenden Jahren deutlich verstärken und bis zu 4.500 Soldaten vor Ort stationieren. Das berichtet die spanische Zeitung „El País“.
Gotland ist nicht allzu weit von Russland entfernt
Empfohlene Artikel
Die Insel mit rund 60.000 Einwohnern gilt als strategisch wichtig für die Kontrolle von Luft- und Seewegen in der Region. Gotland liegt lediglich etwa 300 Kilometer von Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg, entfernt, der russischen Exklave mit großer militärischer Präsenz.
Militärfachleute sehen die Insel als Schlüsselpunkt für die Abschreckung und Überwachung im Ostseeraum. Laut Einschätzungen ermöglicht die Lage Gotlands Nato-Kräften, Bewegungen in der Ostsee besser zu beobachten.

Gotland liegt nur knapp 300 Kilometer von der russischen Exklave Kaliningrad entfernt. (Foto: Screenshot OpenStreetMap contributors)
Präsenz wurde nach Krim-Annexion wieder erhöht
Empfohlene Artikel
Schon im Kalten Krieg hatte Gotland für Schweden und die Partner in Nordeuropa eine besondere Bedeutung. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts baute Stockholm seine militärischen Kapazitäten zunächst ab.
Nach der Annexion der Krim durch Russland 2014 gewann Gotland wieder an strategischer Bedeutung. Schweden begann 2018, die Insel zu remilitarisieren und dort Truppen zu stationieren. Aktuell sind es etwa 400 Berufssoldaten und Wehrpflichtige.