Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Kreml-Propagandist: „Wie sollen wir kämpfen? Mit Brieftauben?“

Aktualisiert am 12.02.2026 – 12:42 UhrLesedauer: 15 Min.

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Russische Soldaten einer Spezialeinheit bei einer Übung: Meherere Einheiten sind durch die Telegram-Blockade lahmgelegt worden. (Quelle: IMAGO/Alexander Reka/imago)

Ein russischer Unternehmer und Propagandist wütet auf Telegram. Russland sperrt WhatsApp nun endgültig. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Russland hat den Messengerdienst WhatsApp nach Angaben des Kremls wegen Verstößen gegen russisches Recht gesperrt. Auf die Frage nach einer Blockade der App sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow Reportern, dass „eine solche Entscheidung in der Tat getroffen und umgesetzt“ worden sei. Peskow betonte, die Entscheidung sei auf den „Widerwillen“ des Unternehmens zurückzuführen, sich an russisches Recht zu halten.

Peskow rief die Bevölkerung auf, stattdessen die 2025 eingeführte staatliche Plattform Max zu nutzen, über die auch Zahlungen und staatliche Dienstleistungen abgewickelt werden können.

Whatsapp hatte am Mittwochabend im Onlinedienst X einen Versuch der russischen Regierung angeprangert, seine Dienste „vollständig zu blockieren“, um die Menschen zur Nutzung der staatlichen „Überwachungs-App“ Max zu drängen. Der Versuch, mehr als 100 Millionen Nutzern eine private und sichere Kommunikation vorzuenthalten, sei „ein Rückschritt, der die Sicherheit der Menschen in Russland nur beeinträchtigen kann“, fügte Whatsapp, das zum Facebook-Mutterkonzern Meta gehört, hinzu.

Die russische Regierung schränkt bereits seit einiger Zeit nach und nach die Funktionen internationaler Messenger-Apps ein. Bei WhatsApp etwa waren Anrufe bereits nur noch über VPN-Verbindungen (Virtual Private Network) möglich. Eingeschränkt wurden auch Telegram und der Apple-Dienst iMessage.

Die Ukraine hat nach Behördenangaben ein Militärobjekt in der Region Wolgograd und eine Raffinerie in der nordrussischen Teilrepublik Komi angegriffen. In der Nacht habe die Flugabwehr einen Raketenangriff abgewehrt, teilte der Gouverneur von Wolgograd, Andrej Botscharow, mit. „Durch herabfallende Trümmer auf das Territorium eines Objekts des Verteidigungsministeriums nahe der Ortschaft Kotluban ist ein Brand ausgebrochen“, wird Botscharow vom Telegramkanal der Gebietsverwaltung zitiert.

Wegen anhaltender Detonationen sei die Evakuierung des Ortes veranlasst worden, heißt es weiter. Verletzte und Schäden an ziviler Infrastruktur habe es bisherigen Informationen nach nicht gegeben. Auf Bildern und Videos sind mehrere Explosionen zu sehen. Ukrainische Medien berichteten, dass in der Region Wolgograd Depots der Raketenartilleriestreitkräfte getroffen worden seien.