Stand: 12.02.2026 03:00 Uhr

Fahrgäste der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) hatten am Mittwoch erneut mit Einschränkungen zu kämpfen. Die Gewerkschaft ver.di hatte zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen waren vor allem der Hamburger Westen und Norden sowie Linien in den Kreisen Pinneberg und Segeberg.

Zum Warnstreik aufgerufen waren bis Donnerstagmorgen um 3 Uhr die Busfahrerinnen und Busfahrer der Betriebshöfe am Volkspark sowie in Norderstedt, Quickborn, Elmshorn und Schenefeld. Spürbar waren die Auswirkungen bis in die Hamburger Innenstadt, denn auch die Express- und Metrobusse 1, 2, 3 und X3 wurden bestreikt.

U- und S-Bahnen fuhren wie gewohnt

Anders als beim Warnstreik in der vergangenen Woche waren diesmal nur die VHH-Busse betroffen. U- und S-Bahnen, AKN und Hochbahnbusse fuhren wie gewohnt. Im Arbeitskampf bei der VHH geht es um Arbeitszeitreduzierung und Zulagen.

Ver.di fordert 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld

Ver.di fordert für die VHH-Beschäftigten unter anderem eine 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns. Die Arbeitgeberseite habe aber nur eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von einer halben Stunde zum Fahrplanwechsel 2030/2031 angeboten und sei auf die Urlaubsgeldforderung gar nicht eingegangen, klagte ver.di. Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 26. Februar geplant.

Die VHH haben nach eigenen Angaben rund 3.000 Mitarbeitende und etwa 800 Busse. Sie bezeichnen sich als das drittgrößte kommunale Busunternehmen Deutschlands. Die VHH sind überwiegend im Besitz der Stadt Hamburg.

Fotocollage des Schleusenwärters Fatih Çaliskan und Adrian Hauser, Tutor an der Uni Hamburg.

Ab heute wird erneut über den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder verhandelt. Zwei Beschäftigte aus Hamburg erzählen, wie ihre Lage ist.

Ein leerer Zugang zu einem Hamburger U-Bahnhof.

Keine U-Bahnen, kaum Busse: Ein Warnstreik bei Hochbahn und VHH traf viele Hamburger. Streikende versammelten sich zu einer Demo.

Eine Anzeigentafel weist am U-Bahnhof Barmbek auf einen Warnstreik im öffentlichen Dienst hin

Die Gewerkschaft ver.di hatte am Montag in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen. In Hamburg fuhren keine U-Bahnen, aber einige Busse und die S-Bahn.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hamburg Journal | 11.02.2026 | 18:00 Uhr