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Nagold – Hunderte Promis saßen mit Show-Legende Thomas Gottschalk (75) auf dem berühmten Sofa bei „Wetten, dass …?“. Die Couch war von einer deutschen Design-Marke für Möbel höchster Qualität, die 2018 an Chinesen verkauft wurde.

Doch jetzt geben die Chinesen die Luxus-Möbelmarke zurück. Die Rolf Benz AG & Co. KG bekommt neue Eigentümer. „Nach vielen Jahren ist das traditionsreiche deutsche Polstermöbelunternehmen wieder vollständig in deutschen Händen“, heißt es vom Unternehmen aus Baden-Württemberg.

Wer das Unternehmen übernimmt

Ein deutsches Konsortium werde die Firma Rolf Benz übernehmen. Es bekenne sich klar zum Standort Deutschland, zur Marke und zu ihren Mitarbeitern. Wer alles hinter dem Konsortium steht, wird bislang nicht verraten. Auch nicht, wie viel es für den u. a. von „Wetten, dass …?“ bekannten Namen zahlen muss.

Der Showroom des Möbelherstellers in Nagold

Der Showroom des Möbelherstellers in Nagold

Foto: Rolf Benz AG & Co. KG

Das haben die neuen Eigentümer vor

Die neuen Eigentümer wollen die Möbelmarke durch „gezielte Investitionen, Fokussierung und strategische Expansion“ voranbringen, sagte Frank Niehage (57), Sprecher des Konsortiums und zukünftiger Aufsichtsratsvorsitzender von Rolf Benz anlässlich der Kaufvertragsunterzeichnung. Der Vollzug der Transaktion werde für März erwartet.

So sieht die Fertigung von Rolf Benz aus. Ein Mitarbeiter verpackt ein Sofa

So sieht die Fertigung von Rolf Benz aus. Ein Mitarbeiter verpackt ein Sofa

Foto: Patrick Junker/laif

„Es ist ein schönes Zeichen für eine deutsche Traditionsmarke“, sagte Niehage dem „Handelsblatt“. Er wird laut der Zeitung größter Anteilseigner. Der bekannte Finanzfachmann ist auch Executive Chairman und Gesellschafter des Software-Unternehmens Darvis. Vorstandsvorsitzender bei Rolf Benz soll Jürgen Mauß bleiben, auch er werde Anteilseigner. Ebenso Finanzvorstand Jens Hoffmann.

Das Lager des Unternehmens

Das Lager des Unternehmens

Foto: Patrick Junker/laif

Eine der bekanntesten Möbelmarken

Rolf Benz gilt als eine der bekanntesten Möbelmarken Deutschlands. Sie sitzt im beschaulichen Nagold im Schwarzwald und hat rund 400 Mitarbeiter. Gegründet wurde das Unternehmen 1964 von Rolf Benz, der 2025 starb. Benz war ein gelernter Polsterer und gilt als Erfinder der kombinierbaren „Wohnlandschaft“. Rund 42 Millionen Euro sollen die Chinesen 2018 laut „Handelsblatt“ für Rolf Benz gezahlt haben.

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Der Umsatz des Unternehmens lag laut letzten bekannten Zahlen im Jahr 2021 bei rund 75 Millionen Euro, der Konzernbilanzgewinn bei rund 124.000 Euro.