Hunderte von Glaskugeln 2.600 Meter tief im Eis vergraben

Die deutschen Partner haben gemeinsam an der Entwicklung, Erprobung und dem Einsatz der neuen Sensortechnologie mitgewirkt. Eine druckfeste Glaskugel, ein sogenanntes „multi-PMT digital optical module” (mDOM), enthält mehrere Fotosensoren, die „multiple photomultiplier tubes” (PMTs) genannt werden. Diese PMTs wiederum registrieren die schwachen Lichtblitze, die entstehen, wenn Neutrinos gelegentlich mit Materie im Eis interagieren. Die neuen Glaskugeln wurden wie Perlen auf einer Schnur aneinandergereiht: Lange Kabel mit jeweils mehr als 100 solcher Module wurden dann in einzelne Bohrlöcher bis zu einer Tiefe von 2.600 Metern versenkt. Dort unten dient das Eis sowohl als Ziel als auch als Detektionsmedium für die geisterhaften kosmischen Teilchen. Neben den neuen optischen Modulen umfasste das Upgrade auch neue Kalibriergeräte und Kameras. Diese Instrumente liefern kontrollierte Referenzmessungen und ermöglichen eine Überwachung vor Ort. Dadurch können die optischen Eigenschaften des Eises und die Reaktion des Detektors unter realen Betriebsbedingungen genauer charakterisiert werden.