Das Segelflieger-Quartier Berlin am Groß-Berliner Damm und Segelfliegerdamm in Johannisthal gehört zu den größten Neubauquartieren, die in den kommenden Jahren in der Hauptstadt gebaut werden. Wie bereits länger bekannt ist, müssen für die Anbindung des zukünftigen Wohnviertels, in dem ab Anfang der 2030er-Jahre rund 3500 Menschen in 1800 Wohnungen leben sollen, auch zwei neue Straßen entstehen. Das hat nun Folgen.

Johannisthal: So viele Bäume werden für das Neubauquartier gefällt

So wurde für die laufende zweite Februarwoche die Fällung von insgesamt 14 Bäumen durch die Wista.Plan GmbH als treuhänderischer Entwicklungsträger des Landes Berlin angekündigt. „Die Fällungen erfolgen in den Straßen Segelfliegerdamm, Gerhard-Sedlmayr-Straße sowie Groß-Berliner Damm und stellen sicher, dass die neuen Straßen an das umliegende Straßennetz angebunden werden können“, teilt das Bezirksamt Treptow-Köpenick mit.

Wasserturm Altglienicke

Die Fällungen der Straßenbäume sind demnach im Vorfeld durch das Straßen- und Grünflächenamt „auf Notwendigkeit und weitere technische Alternativlösungen“ überprüft worden. So sollten möglichst viele Bäume erhalten und die Fällungen auf ein Minimum reduziert werden. Die „nicht zu vermeidenden Baumfällungen“ sollen dabei durch Neupflanzungen in der näheren Umgebung ausgeglichen werden. Hierzu laufen aktuell Abstimmungen zwischen der Wista und dem Straßen- und Grünflächenamt.

Bau erster Wohnungen im Segelflieger-Quartier Berlin 2026

Im vergangenen Jahr hatte die Wista angekündigt, dass die Bauarbeiten zur Erschließung von zwei neuen Straßen 2026 beginnen sollen. Des Weiteren wurde damals verkündet, dass in diesem Zusammenhang im Herbst 2027 fast 100 neue Straßenbäume gepflanzt werden sollen. Die Rede ist konkret von 26 Baumgruppen, bestehend aus mindestens zwei bis maximal sieben Bäumen, die wechselnd gepflanzt werden. Diese Baumgruppen sollen aus 18 verschiedenen Baumarten gebildet werden. „Damit wird dem Ziel der Erhöhung von Biodiversität und Klimaresilienz in der Stadtnatur auch bei der Straßenbepflanzung entsprochen“, erklärte die Wista.Plan GmbH dazu.

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Nach Jahrzehnten des Stillstands auf dem Lost-Place-Areal und dem Abriss alter Industriehallen in den vergangenen Jahren wird es mit den ersten Wohnungsbauprojekten nun ernst. So verkündete die Bauwert AG im September den Baustart für die beiden Wohnprojekte Arthur mit 146 und Thekla mit 36 Mietwohnungen zum Jahresende 2025. Die landeseigene Wohnungsgesellschaft Degewo teilte im Dezember mit, im Sommer 2026 mit dem Bau von 540 Wohnungen und einer Kita loslegen zu wollen.