Von Anfang an war die offizielle Version merkwürdig gewesen vom „Syndrom des plötzlichen Todes“, das die Gefängnisleitung der Mutter von Alexej Nawalny genannt hat. Der Leichnam, den Ljudmila Nawalnaja erst nach mehreren Tagen sehen durfte, nachdem sie einige Male von den Behörden abgewiesen worden war. All dies spielte sich in der Eiseskälte des Arktisgebiets Jamal ab, wo Russlands bekanntester Oppositionspolitiker im Straflager „Polarwolf“ vor zwei Jahren gestorben ist, angeblich eines natürlichen Todes. Eine Mär, wie schon damals viele dachten. Und was sich nun mit der internationalen Laboranalyse bestätigt: Nawalny wurde demnach höchstwahrscheinlich vergiftet.