Karnevalssamstag

Jugendliche auf Dixi-Klo vergewaltigt – Fahndung nach Mann

15.02.2026 – 19:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Toilettenhäuschen beim Karnevalsauftakt in Köln (Symbolfoto): In der Innenstadt ist es auf einer solchen Toiletten offenbar zu einer Gewalttat gekommen.Vergrößern des Bildes

Toilettenhäuschen beim Karnevalsauftakt in Köln (Symbolfoto): In der Innenstadt ist es auf einer solchen Toiletten offenbar zu einer Gewalttat gekommen. (Quelle: Christoph Hardt/imago)

Brutaler Karnevalssamstag in Köln: Erst wird eine Jugendliche Opfer einer Vergewaltigung. Dann fließt Blut am Hohenstaufenring.

Der Karnevalssamstag ist in der Kölner Innenstadt offenbar von zwei schweren Gewalttaten überschattet worden: Eine Jugendliche wurde Opfer einer Vergewaltigung, fünf Männer lieferten sich eine brutale Schlägerei.

Gegen 18 Uhr hatten Zeugen der Polizei eine Vergewaltigung in einem Dixi-Klo an der Roonstraße/Rathenauplatz gemeldet. Die jugendliche Geschädigte beschrieb den Täter als circa 1,70 bis 1,75 Meter groß und schwarzhaarig. Der Flüchtige habe eine schmale Statur, einen sogenannten Boxer-Haarschnitt und sei schwarz gekleidet gewesen. Die Kriminalpolizei Köln hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, sich zu melden.

Rund eine Stunde später, gegen 19.10 Uhr, eskalierte vor einem Kiosk am Hohenstaufenring eine Auseinandersetzung zwischen mindestens fünf Männern im Alter von 22 bis 41 Jahren. Die Ursache der Schlägerei ist noch unklar. Drei der Beteiligten erlitten unter anderem Schnittverletzungen und mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Die Polizei leitete Strafermittlungen wegen wechselseitiger Körperverletzung ein.

Deutlich weniger Feiernde als in den Vorjahren hätten an Weiberfastnacht, dem Beginn des Straßenkarnevals, überwiegend friedlich gefeiert, bilanzierte die Kölner Polizei. 35 Menschen wurden laut Mitteilung in Gewahrsam genommen – unter anderem, um Platzverweise durchzusetzen. Nach angezeigten sexuellen Belästigungen, Körperverletzungen und Diebstählen seien erste Ermittlungen eingeleitet worden.

Die Polizei ermittelt seit Weiberfastnacht auch in zwei Fällen wegen des Verdachts der Vergewaltigung. In einer Kneipe in der Südstadt soll ein Unbekannter am späten Abend eine Frau vergewaltigt haben. Im Zülpicher Viertel soll ein Mann einen anderen zum Oralverkehr gezwungen haben. In allen Fällen stünden die Ermittlungen erst am Anfang.