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Moskau – Der Kreml reagiert auf eine europäische Erklärung zum Tod von Putin-Kritiker Alexej Nawalny – und ignoriert dabei alle Fakten. Am Montag tat Moskau die Erklärung als „unbegründet“ ab. Zuvor hatten fünf europäische Staaten (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden, Niederlande) in einem gemeinsamen Statement erklärt, dass Nawalny „mit einem tödlichen Gift vergiftet wurde“.

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Zu diesem Schluss kamen die europäischen Regierungen „auf Grundlage der Analyse von Proben von Alexei Nawalny“. Die hatten „eindeutig“ das Gift Epibatidin nachgewiesen.

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul hatte am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz deutlich erklärt: „Alexej Nawalny wurde in russischer Gefangenschaft vergiftet.“ Und: „Klar ist: Die russischen Behörden hatten die Möglichkeit, das Motiv und die Mittel, Nawalny das Gift zu verabreichen.“

Schon im vergangenen Jahr hatte Julia Nawalnaja (49), die Witwe des Kreml-Kritikers, schwere Vorwürfe gegen den Kreml erhoben: Ihr Team habe vor der Beerdigung biologische Proben sichern und ins Ausland bringen können. Diese seien in zwei verschiedenen Ländern untersucht worden. „Diese Labore kamen zu demselben Schluss: Alexej wurde getötet. Genauer gesagt, er wurde vergiftet“, erklärte Nawalnaja damals. Welches Gift gefunden wurde, nannte sie damals nicht – forderte aber die Veröffentlichung der Ergebnisse über die „unbequeme Wahrheit“. 

In der Erklärung der fünf europäischen Staaten heißt es jetzt klar: „Analysen haben eindeutig das Vorhandensein von Epibatidin bestätigt.“ Epibatidin ist ein extrem starkes Nervengift, das ursprünglich aus einem südamerikanischen Pfeilgiftfrosch isoliert wurde.

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So wirkt Epibatidin: Das nun nachweislich gefundene Gift Epibatidin ist ein extrem starkes Nervengift, das ursprünglich aus einem südamerikanischen Pfeilgiftfrosch isoliert wurde. Es wirkt auf winzige Andockstellen von Nervenzellen und Muskeln und kann schon in winzigen Mengen schwere Vergiftungen mit Muskelkrämpfen, Atemlähmung und Herzrhythmusstörungen auslösen.

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