Kurzfassung des Artikels:

  • In Kiel verkürzte der THW Kiel nach dem 31:29-Sieg am Sonntagabend gegen den SC Magdeburg den Rückstand in der Handball-Bundesliga auf den Tabellenführer auf sechs Punkte.
  • Am Dienstag (18.45 Uhr/Dyn und Dazn) startet für den THW die Hauptrunde der European League mit dem Nordderby bei der SG Flensburg-Handewitt, gegen die es nach dem letzten Sieg am 23. April 2023 fünf Niederlagen in Folge gab.
  • Beide Teams nehmen 4:0 Punkte aus der Vorrunde mit. Ein Auswärtssieg in Flensburg wäre für den Weg zum Final Four in Hamburg (30. und 31. Mai) besonders wertvoll.

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Geht da vielleicht jetzt doch noch etwas in Sachen Meisterschaft? Nach dem überzeugenden 31:29-Sieg am Sonntagabend über den SC Magdeburg hat der THW Kiel den Rückstand in der Handball-Bundesliga auf den bisher so souveränen Tabellenführer auf sechs Punkte verkürzt. Das ist zwar immer noch ein gehöriges Brett, doch bis zum Saisonende sind noch 13 Spiele zu absolvieren – in einer Liga, in der jeder (fast) jeden schlagen kann.

Und: Alle direkten Konkurrenten müssen noch in Kiel antreten. „Unsere Fans geben uns eine unglaubliche Energie“, sagte Kreisläufer Lukas Laube nach dem Coup über den SC Magdeburg und schickte eine Kampfansage in Richtung Klassenprimus hinterher. „Wir haben den Titel noch nicht abgeschrieben.“

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Ganz so forsch klang es bei Rechtsaußen Lukas Zerbe, mit neun Toren erfolgreichster Kieler Werfer an diesem Abend, nicht. „Es waren nur zwei Punkte. Die Bundesliga ist superhart. An jedem Spieltag passieren immer irgendwelche kuriosen Dinge. Wir denken deshalb nur von Spiel zu Spiel. Aber wir nehmen natürlich auch sehr viel Selbstvertrauen aus diesem Spiel mit. Wir wussten, dass wir Magdeburg knacken können. Das haben wir ja schon in den letzten Spielen gezeigt.“

Vier der letzten fünf Spiele gegen Magdeburg gewonnen

Von den letzten fünf direkten Duellen haben die Kieler jetzt vier für sich entschieden, einmal trennten sich beide Teams unentschieden. Der THW kann Magdeburg.

An den kommenden Gegner haben die „Zebras“ indes nicht die besten Erinnerungen. Am Dienstag (18.45 Uhr/Dyn und Dazn) müssen die Kieler im ersten Spiel der Hauptrunde in der European League bei der SG Flensburg-Handewitt antreten – und die war in jüngster Vergangenheit so etwas wie der Angstgegner des THW. Der letzte Kieler Sieg liegt schon fast drei Jahre zurück. Nach einem 29:19 am 23. April 2023 folgten fünf Niederlagen in Folge.

„Das wird eine schwierige Aufgabe. Aber mit der Qualität, die wir im Kader haben, können wir jeden Gegner schlagen. Ich möchte endlich mit dem THW meinen ersten Derbysieg gegen die SG feiern.“

Lukas Zerbe

Rechtsaußen des THW Kiel

Doch wer den Champions-League-Sieger (Magdeburg) schlägt, sollte doch vor dem European-League-Sieger (Flensburg-Handewitt) keine Angst haben, oder? „Nein“, sagt Zerbe. „Das wird zwar eine schwierige Aufgabe. Aber mit der Qualität, die wir im Kader haben, können wir jeden Gegner schlagen. Ich möchte endlich mit dem THW meinen ersten Derbysieg gegen die SG feiern.“

THW Kiel will Euphorie aus Magdeburg-Sieg mit in das Nordderby nehmen

Und auch THW-Trainer Filip Jicha will die Euphorie aus dem Sieg über Magdeburg mit in das Nordderby nehmen: „Das ist ein unfassbares Gefühl und zeigt, welchen Charakter unsere Mannschaft hat. Jetzt versuchen wir, auf der Welle weiterzureiten.“

THW und SG starten mit 4:0 Punkten in der Hauptrunde

Beide schleswig-holsteinischen Teams nehmen aus der Vorrunde die optimale Ausbeute von 4:0 Punkten mit in die Hauptrunde der European League. Der THW hat beide direkten Duelle mit Montpellier HB gewonnen, der Titelverteidiger aus Flensburg war zweimal gegen Bidasoa Irun aus Spanien siegreich.

Die Kieler um Kreisläufer Lukas Laube (weißes Trikot) gehen nach dem Sieg über den SC Magdeburg mit Selbstvertrauen in das Nordderby bei der SG Flensburg-Handewitt.
Foto: Johannes Speckner

Die Kieler um Kreisläufer Lukas Laube (weißes Trikot) gehen nach dem Sieg über den SC Magdeburg mit Selbstvertrauen in das Nordderby bei der SG Flensburg-Handewitt.Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize

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Die jeweils Erstplatzierten der Hauptrundengruppen qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale, die Teams auf den Plätzen zwei und drei spielen in den Play-offs um den Einzug in die Runde der letzten acht. Ein Erfolg bei der SG wäre auf dem Weg zum Final Four in Hamburg (30. und 31. Mai) deshalb Gold wert.

„Zebras“ haben mit dem Nordrivalen noch eine Rechnung offen

In der vergangenen Saison hatten sich die Kieler für die Endrunde in der Hansestadt qualifiziert, waren aber im Halbfinale an Montpellier gescheitert und hatten am Ende den dritten Platz belegt. „Wir wollen wieder nach Hamburg“, sagt Laube, der auf ein Ende der Negativserie gegen die SG hofft. „Der Sieg gegen Magdeburg gibt uns enormes Selbstvertrauen. Wir sind eine sehr gute Mannschaft und können auch in Flensburg gewinnen. Wir haben aus dem Hinspiel in der Bundesliga (34:36, d. Red.) ja auch noch eine Rechnung offen. Wir haben in dieser Saison noch Großes vor. “

In der European League. Und in der Meisterschaft.