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Berlin – Berlin steht kurz vor einer historischen Marke. Am 31. Dezember 2025 zählte die Hauptstadt 3.913.644 Einwohner – nur noch knapp 87.000 fehlen zur Vier-Millionen-Grenze. Gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 16.500 Einwohnern. Das ergaben Zahlen des Statistikamts Berlin-Brandenburg vom Dienstag.
Doch das Wachstum verteilt sich höchst unterschiedlich: Zehn von zwölf Bezirken legten zu, zwei verloren Einwohner. Am stärksten wuchs Treptow-Köpenick mit 5.450 neuen Berlinern (plus 1,8 Prozent). Reinickendorf schrumpfte dagegen um 0,9 Prozent, Steglitz-Zehlendorf um 0,2 Prozent.
Ost wächst deutlich stärker als West
Der Ostteil der Stadt boomt: plus 0,9 Prozent. Der Westteil hingegen legte nur um mickrige 0,1 Prozent zu. Laut Statistikamt hängt das Wachstum weiter vor allem vom Zuzug aus dem Ausland ab – allerdings mit einem deutlichen Rückgang: 2025 registrierten sich nur noch 4.541 Personen neu aus dem Ausland. Ein Jahr zuvor waren es noch rund 25.500 gewesen.
Trotz des Rückgangs blieb der Ausländeranteil stabil bei 24,9 Prozent. An einigen Orten gab es extreme Schwankungen beim Ausländeranteil. Das Amt führte dies auf regionale Besonderheiten wie Veränderungen bei der Unterbringung von Geflüchteten sowie neu entstandene Wohnsiedlungen zurück.
TXL verliert mehr als die Hälfte der Einwohner
Die krassesten Veränderungen: Im Ortsteil TXL brach die Bevölkerungszahl um 52,2 Prozent ein – die Zahl ausländischer Bürger sank dort sogar um 66,4 Prozent. Blankenfelde in Pankow verzeichnete bei Personen mit ausländischem Pass ein Minus von 78,8 Prozent, insgesamt leben dort nun 13,1 Prozent weniger Menschen. Ganz anders im Landschaftspark Adlershof: Dort ein deutliches Plus von 27,2 Prozent. Oberspree in Treptow-Köpenick wuchs um 9,4 Prozent.