
AUDIO: Online: Bilanz Sprengelmuseum (1 Min)
Stand: 19.02.2026 15:13 Uhr
Die Ausstellung „Niki. Kusama. Murakami. Love You for Infinity“ im Sprengel Museum in Hannover hat begeistert. Mehr als 220.000 Besucher wurden in fünf Monaten gezählt. Viele davon waren zum ersten Mal in einem Museum.
Die Ausstellung „Love You for Infinity“ im Sprengel Museum ist am vergangenen Samstag nach fünf Monaten zu Ende gegangen. Insgesamt 220.363 Besucherinnen und Besucher haben sich dem Museum zufolge die Werke von Niki de Saint Phalle, Yayoi Kusama und Takashi Murakami angesehen. Damit sei die Ausstellung nach „Marc, Macke, Delaunay“ im Jahr 2009 die besucherstärkste des Hauses und markiert einen Meilenstein für das Museum und die Kulturlandschaft Hannovers, so eine Sprecherin des Museums. Zum Vergleich: Durchschnittlich besuchen etwa 150.000 Menschen das Museum im ganzen Jahr.
Viele betraten zum ersten Mal ein Museum
Aber nicht nur die Zahl der Besucher freut das Museum. Mehr als 30 Prozent der Gäste waren zum ersten Mal überhaupt in einem Museum. Das geht den Angaben zufolge aus einer begleitenden Umfrage des Instituts markt.foschung.kultur hervor. Demnach kam nur ein Drittel der Besucherinnen und Besucher aus Hannover, die meisten kamen aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland. Der Museumsdirektor Reinhard Spieler ist rundum zufrieden: „Diese Ausstellung war nicht nur ein Publikumsmagnet, sondern auch inhaltlich und gesellschaftlich ein starkes Signal. Sie hat gezeigt, wie zugänglich ein Museum sein kann – ein Museum wirklich für alle!“.
Warum die Ausstellung nicht verlängert wird
Dass die Ausstellung im Sprengel Museum nicht verlängert wird, hat der Museumssprecherin zufolge ganz praktische Gründe. Das Museum habe weltweit die größte öffentliche Sammlung von Werken Niki de Saint Phalles, und die seien gefragt. In Kürze gehen 40 Werke als temporäre Leihgaben an den Kunstpalast in Düsseldorf und an das Nationalmuseum Breslau, so die Sprecherin. Außerdem bereite das Sprengel Museum schon wieder die neue Präsentation seiner Sammlung vor, inklusive eines eigenen Niki de Saint Phalle Raumes. Für 2027 ist eine Ausstellung zum Thema Kunst und Faschismus geplant und 2029 steht das 50-jährige Jubiläum an.

Museumsdirektor Reinhard Spieler spricht bei NDR Kultur à la carte über die Ausstellung, die Niki de Saint Phalle, Yayoi Kusama und Takashi Murakami gemeinsam zeigt.

Knallig-bunte Farben, kurvenreiche Figuren und Symbole der Männlichkeit – in Hannover eröffnet die Ausstellung „Love You For Infinity“.

Der erste Kinofilm über die Schöpferin der Nana-Skulpturen startet am 20. März. Sie hat einen Großteil ihrer Kunst der Stadt Hannover vermacht.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 19.02.2026 | 12:00 Uhr