Bonn. Die CineStar-Gruppe beabsichtigt, ihren Bonner Standort zu schließen. Wie das Unternehmen am 19. Februar 2026 mitteilte, soll das traditionsreiche Kino „Sternlichtspiele Bonn“ aufgegeben werden. Das Haus mit drei Sälen und insgesamt 515 Plätzen gilt seit Jahrzehnten als fester Bestandteil der Bonner Kulturlandschaft.

Als Grund nennt CineStar wirtschaftliche Herausforderungen. In den vergangenen Jahren hätten sich die Rahmenbedingungen deutlich verändert. Anstehende Kostensteigerungen ließen sich am Standort nicht mehr erwirtschaften.

Oliver Fock, Geschäftsführer der CineStar-Gruppe, erklärte: „Die Entscheidung, die Sternlichtspiele Bonn zu schließen, fällt uns außerordentlich schwer. Das Haus hat über viele Jahre hinweg Kinogeschichte in Bonn geschrieben. Leider ist das Kino unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen nicht mehr tragfähig.“

Auch Geschäftsführer Michael Strohmenger verweist auf wirtschaftliche Zwänge. Der Mietvertrag werde nicht verlängert, da tatsächliche und zu erwartende Kostensteigerungen in Verbindung mit notwendigen Investitionen angesichts der Situation am Standort nicht darstellbar seien. Eine Perspektive für einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb habe sich nicht entwickeln lassen.

Mit der Arbeitnehmervertretung sollen nun Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan aufgenommen werden. Über die weiteren Schritte wolle das Unternehmen transparent informieren. Ein konkreter Zeitpunkt für die beabsichtigte Schließung wurde bislang nicht genannt, soll jedoch rechtzeitig bekanntgegeben werden.

Unter der Dachmarke CineStar werden deutschlandweit 44 Kinos betrieben – darunter Multiplexe, traditionelle Filmtheater und Arthouse-Kinos. Das Unternehmen mit Sitz in Lübeck gehört zum australischen Marktführer EVENT Hospitality & Entertainment Ltd. (EVT).

Für viele Kinofans dürfte das Aus der Sternlichtspiele einen spürbaren Verlust bedeuten. Nach der Schließung gibt es im Bonner Citybereich mit dem Woki nur noch ein Lichtspielhaus.