Bevor er Singles empfing

TV-Koch Roland Trettl lernte einst in München

Aktualisiert am 19.02.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 2 Min.

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Roland Trettl gekleidet mit hellem Sakko und Halstuch: Der „First Dates“-Moderator wurde in München von Sternekoch Eckart Witzigmann geprägt. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)

Eine gravierte Holztafel öffnete ihm die Tür zur Haute Cuisine: In München fand Roland Trettl seinen Mentor – und legte den Grundstein für seine Karriere.

Roland Trettl verdankt einen wesentlichen Teil seiner Laufbahn der Münchner Spitzengastronomie. Anfang der 1990er Jahre steht der gebürtige Südtiroler in der Küche des legendären Restaurants „Aubergine“ am Maximiliansplatz – unter der Regie von Eckart Witzigmann.

Trettl, am 3. Juli 1971 in Bozen geboren, sucht früh den Weg in die kulinarische Elite. Anfang der 1990er Jahre zieht es ihn nach München – ins Restaurant „Aubergine“ am Maximiliansplatz, damals das erste Haus in Deutschland mit drei Michelin-Sternen. An der Spitze steht Eckart Witzigmann, den Gault-Millau 1994 zum „Koch des Jahrhunderts“ kürte.

Statt einer klassischen Bewerbungsmappe entscheidet sich Trettl für einen ungewöhnlichen Schritt: Er schickt seinem Wunschchef ein graviertes Holzbrett. Ein solches Stück, so seine Überlegung, lässt sich nicht einfach unter einem Stapel Papier verschwinden. Der Plan geht auf: Eckart Witzigmann wird aufmerksam und holt den jungen Südtiroler in seine Küche.

1978 eröffnet, entwickelt sich das Restaurant „Aubergine“ rasch zur Talentschmiede der deutschen Spitzengastronomie. Neben Trettl stehen dort Köche wie Harald Wohlfahrt oder Alfons Schuhbeck am Herd.

Nach der „Aubergine“ folgt die nächste Münchner Adresse: das „Tantris“ in der Johann-Fichte-Straße eröffnete 1971 und zählt heute seit Jahrzehnten zu den höchstbewerteten Häusern der Republik. Auch hier vertieft Trettl seine Ausbildung in der Spitzengastronomie.

Die Verbindung zu Eckart Witzigmann reißt auch nach seinem Abschied aus Bayern nicht ab. Er folgt seinem Mentor nach Mallorca und übernimmt im Restaurant „Ca’s Puers“ die Küchenleitung. Im Jahr 2000 zeichnet der Guide Michelin das Haus mit einem Stern aus – Trettl ist zu diesem Zeitpunkt noch keine 30 Jahre alt.

Weitere Stationen führen ihn nach Tokio, ehe er vor allem in Salzburg prägend wirkt: Im „Ikarus“ im Hangar-7 steht er von 2003 bis 2013 als Executive Chef am Herd und entwickelt das international ausgerichtete Gastkochkonzept entscheidend mit.