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Kik Filiale Hann. Münden Mutterkonzern restrukturiert: Die Mündener Filiale des Textildiscounters Kik. © Foto: Michaela Pflug

Kik will 25 Standorte in Deutschland dichtmachen. Welche Filialen betroffen sind, ist bisher nicht bekannt. Auch in Hann. Münden betreibt der Discounter ein Geschäft.

Hann. Münden – Der Textildiscounter Kik beabsichtigt, sich finanziell zu sanieren und unrentable Filialen zu schließen. Bereits im September letzten Jahres gab es erste Berichte über geplante Filialschließungen. Nun wird es konkreter: 50 Filialen sollen bis Ende März geschlossen werden. Welche Filialen für immer ihre Tore schließen werden, dazu hält sich das Unternehmen noch immer bedeckt – zum Schicksal einzelner Filialen äußere man sich nicht.

„Wir prüfen fortwährend, wie wir uns als Unternehmen produktiver und effizienter aufstellen können, und passen uns neuen Entwicklungen und Erfordernissen an“, heißt es von Unternehmensseite. KiK sei daher aktuell im Prozess einer langfristigen Portfoliobereinigung, die 2025 begonnen hat und nun fortgesetzt wird. „Im ersten Quartal 2026 werden wir europaweit rund 50 Filialen schließen, 25 davon in Deutschland“, so ein Sprecher. „Wir bitten um Verständnis, dass wir auf einzelne Standorte aktuell nicht eingehen können.“ Im selben Zeitraum eröffne KIK insgesamt neun Standorte, in Deutschland werde es eine neue Filiale geben.

KiK blickt auf eine über 30-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen hat sich von einem Handels-Start-up zu einem bekannten Discounter im Bereich Textil und Non-Food entwickelt. Das Unternehmen betreibt europaweit mehr als 4200 Filialen und beschäftigt über 32.000 Mitarbeitende. Mehr als die Hälfte der Filialen befindet sich aktuell in Deutschland.

Trotz des selbst proklamierten Erfolgs weist das Unternehmen auf veränderte Wettbewerbsdynamiken und ein härter umkämpftes Marktumfeld hin. Hinzukämen anhaltende Inflation, eine spürbare Kaufzurückhaltung der Kundinnen und Kunden sowie zeitweise beeinträchtigte Lieferketten. Diese Veränderungen stellten die gesamte Branche vor erhebliche Herausforderungen und gingen auch an KiK nicht spurlos vorbei.

„Die Mitarbeitenden in unseren Filialen müssen sich nicht um ihren Job sorgen“, heißt es in der Antwort auf die Frage nach der Zukunft der Mitarbeiter. Aufgrund des dichten Filialnetzes und der starken Präsenz in der Fläche könne man in der Regel Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung bieten.