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Duisburg (NRW) – Unten kamen sie durch die Tür, oben durchs Fenster: Das Spezialeinsatzkommando hat am Donnerstag eine Wohnung in Duisburg gestürmt. Dort hatte sich ein Mann mit einem Messer verschanzt.
Der Mitarbeiter eines Heimes für psychisch kranke Menschen hatte kurz nach 8 Uhr den Notruf gewählt, weil er einen Bewohner mit einem Messer vor dem Haus bemerkt hatte. Mehrere Streifenwagen kamen zu dem Wohnheim im Stadtteil Wanheim-Angerhausen. Die Einsatzkräfte sperrten die Straße und umstellten das Haus. Dorthin hatte sich der Messer-Mann inzwischen zurückgezogen.

Der verletzte Mann wurde in einem Rettungswagen abtransportiert
Foto: Vincent Kempf
Kontaktaufnahme über Drehleiter
Die Einsatzleiter forderten daraufhin Elitepolizisten und die Feuerwehr an. Im Korb einer Drehleiter näherten sich die SEK-Beamten einem offenstehenden Dachfenster. Kurz darauf stürmten die Polizisten das Objekt: SEK-Kräfte kletterten mit einem Diensthund durch das Fenster, andere kamen durch das Treppenhaus. Als Polizisten sich dem Mann näherten, soll er einen der Beamten angegriffen und leicht verletzt haben. Die Polizisten gaben daraufhin mehrere Schüsse ab.
Polizeisprecherin Julia Tekock (33) zu BILD: „Dabei wurde der Mann srilankischer Staatsangehörigkeit schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus.“ Am Nachmittag teilte die Staatsanwaltschaft mit, eine Lebensgefahr könne nicht ausgeschlossen werden. Warum sich der Mann bewaffnete und was genau bei dem Zugriff geschah, blieb zunächst unklar. Die Polizei in Bochum übernahm die Ermittlungen.