Eklat im Justizzentrum

Wachtmeister schüttet Bier in Gorillakostüm von Anwalt

20.02.2026 – 13:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Person im Gorillakostüm (Symbolbild): Ein Anwalt zeigte einen Wachtmeister an.Vergrößern des Bildes

Person im Gorillakostüm (Symbolbild): Ein Anwalt zeigte einen Wachtmeister an. (Quelle: imago stock&people)

Im Aachener Justizzentrum gerät eine Karnevalsfeier aus dem Ruder. Am Ende gibt es Anzeigen, Dienstaufsichtsbeschwerden und Hausverbote.

Am Fettdonnerstag (12. Februar) hat es bei einer Karnevalsfeier im Aachener Justizzentrum einen Polizeieinsatz gegeben. Wie die Polizei auf Anfrage bestätigt, wurden Beamte zur Feier gerufen, weil es „zu Streitigkeiten gekommen war“.

Demnach habe ein Geschädigter den Polizisten mitgeteilt, dass ihm jemand Bier in den Ventilator seines aufblasbaren Gorillakostüms geschüttet habe, so die Polizei. Dieses sei nicht mehr funktionsfähig gewesen. Der Tatverdächtige habe nicht ermittelt werden können, da er sich nicht mehr vor Ort befunden habe.

Derzeit werde ein Verfahren gegen unbekannt geführt, die Polizei habe eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Das Kriminalkommissariat ermittelt.

Zuvor hatte die „Aachener Zeitung“ berichtet, was auf der internen Karnevalsfeier vorgefallen sein soll. An dieser hätten neben Mitarbeitern des Justizzentrums unter anderem auch Anwälte sowie deren Bekannte teilgenommen. Der Mann im Gorillakostüm sei ein Anwalt gewesen. Dieser habe auffällig in seinem Kostüm auf der Tanzfläche getanzt.

Offenbar habe das nicht jedem gefallen: Ein als Footballspieler verkleideter Wachtmeister habe im Laufe der Feier den Anwalt geschubst und die Lüftung des Kostüms so abgeklemmt, dass es mehrfach in sich zusammengefallen sei. Ein Begleiter des Anwalts habe zudem beobachtet, dass der Wachtmeister ein volles Glas Bier durch das Lüftungsgitter am Gesäß des Kostüms gekippt habe.

Der Anwalt im Gorillakostüm schilderte der „Aachener Zeitung“, dass sein Bein durchnässt gewesen sei, das Kostüm gestunken und das Gebläse gestottert habe. Er habe die Tanzfläche daraufhin verlassen. Sein Neffe sei allerdings von seinem Begleiter auf die vermeintliche Aktion des Wachtmeisters aufmerksam gemacht worden. Dieser habe den Wachtmeister konfrontiert, worauf es zu einem verbalen Streit gekommen sei, an dem in der Folge auch der Anwalt und weitere Justizbeschäftigte teilgenommen hätten, darunter die Sicherheitsbeauftragte des Landgerichts.

Der Anwalt und seine etwa zehn Personen umfassende Gruppe seien daraufhin für Fettdonnerstag mit einem Hausverbot belegt worden. Er habe dann die Polizei gerufen, um den Wachtmeister anzuzeigen. Seiner Ansicht nach sollen allerdings mehrere Beschäftigte des Justizzentrums sich geweigert haben, den Namen des Wachtmeisters herauszugeben.